Natürliche Potenzmittel MannEgal, ob bei der Kosmetik oder der Ernährung – der Trend geht eindeutig in Richtung Grün.

Natürliche Potenzmittel sind allerdings kein modernes Phänomen. Bereits vor Hunderten von Jahren haben Männer auf Gewürze wie Petersilie oder Muskat gesetzt, um ihre Potenz zu steigern.

In erster Regel sollen die pflanzlichen oder tierischen Auszüge Erektionsstörungen beheben, die psychisch oder organisch bedingt sind. Viele von ihnen wirken sich zudem förderlich auf die Libido aus.

Rezeptfreie Potenzmittel für Deutschland im Test

Die wichtigsten Fakten

  • Erektionsprobleme können auf Stress, Hormone und das Alter zurückgeführt werden.
  • In Deutschland sind bis zu 5 Millionen Menschen von einer erektilen Dysfunktion betroffen.
  • Pfeffer, Trüffel und Minze wurden im Mittelalter und in der Renaissance zur Potenzsteigerung eingesetzt.
  • Die traditionelle chinesische Medizin setzt auf spezielle Pilze und Akupunktur.
  • Petersilie und Muskatnuss erleben derzeit ihr Comeback als natürliche Potenzmittel.
  • Zudem gibt es homöopathische Substanzen, mit denen dem Sexualleben auf die Sprünge geholfen werden kann.

Einnahme und Dosierung

  • Bei vielen natürlichen Potenzmitteln ist eine langfristige Einnahme notwendig.
  • Die Dosierung sollte nicht überschritten werden, da sich dadurch unerwünschte Begleiterscheinungen bemerkbar machen können. Das gilt insbesondere für Substanzen, die in einer großen Dosierung berauschend wirken.
  • Es gibt verschiedene Darreichungsformen wie Tee, Extrakte und Tinkturen.

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Potenzmittel früher und heute

Natürliche PotenzmittelErektionsprobleme können viele Ursachen haben. Darunter Stresszustände, ein hormonelles Ungleichgewicht oder schlichtweg das Alter. Genaue Zahlen gibt es nicht aber schätzungsweise leiden bis zu 5 Millionen Männer unter einer erektilen Dysfunktion. Bereits seit vielen Jahrhunderten versuchen Menschen, der Potenz wieder auf die Sprünge zu helfen, um die lädierte „Männlichkeit“ wiederherzustellen.

Dabei werden tierische oder pflanzliche Auszüge genutzt, um die Erektionsfähigkeit zu verbessern. Im Gegensatz zu Aphrodisiaka, die ausschließlich dafür eingesetzt werden, um die Lust zu steigern, steht hier die Behandlung der körperlichen und seelischen Defizite im Mittelpunkt.

Im Mittelalter und in der Renaissance wurden Pfeffer, Trüffel, Minze oder Moschus benutzt, um Männer potenter zu machen. Einige althergebrachte Pflanzen und Gewürze erleben derzeit ihr Comeback. Dazu zählen Petersilie und Muskatnuss, die sich ebenfalls positiv auf die Erektionsfähigkeit auswirken sollen.

Die traditionelle chinesische Medizin hingegen setzt den sogenannten Raupenpilz und Akupunktur ein, um Männern mehr „Stehvermögen“ zu ermöglichen.

Natürliche Potenzmittel – Wirkungsweise

Ziel eines jeden Potenzmittels ist es, das körpereigene zyklische Guanin-Monophospat (cGMP) auszuschütten. Dabei handelt es sich um einen Botenstoff, der die Proteinkinase G aktiviert. Durch diesen Prozess wird dem Schwellkörper das Signal gegeben, um zu erschlaffen – die Adern weiten sich, lassen Blut in den Schwellkörper fließen, wodurch sich letztendlich das männliche Glied verhärtet.

Ein Enzym, welches als PDE-5 bezeichnet wird, ist dafür zuständig, den Botenstoff cGMP zu beseitigen, damit der Penis wieder erschlafft. So weit die Theorie. Natürliche Potenzmittel haben das Ziel, den Abbau von cGMP zu verhindern, um eine Erektion aufrechtzuerhalten.

Im Gegensatz zu chemischen Präparaten, die in der Regel schnell wirken, müssen natürliche Potenzmittel nicht selten dauerhaft eingenommen werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Ein gutes Beispiel dafür ist Ginseng. Die entsprechenden Pflanzenauszüge sollen die Produktion von Stickstoffmonoxid im Blut ankurbeln und damit die Blutgefäße weiten – das konnte auch im Rahmen einer koreanischen Studie festgestellt werden.

Natürliche rezeptfreie Potenzmittel – die besten Wirkstoffe, Pflanzen und Kräuter

Die Liste der natürlichen Potenzmittel ist lang. Nicht für alle pflanzlichen oder tierischen Auszüge, die sich positiv auf die Erektionsfähigkeit auswirken sollen, gibt es wissenschaftliche Beweise. Folgende natürliche Potenzmittel sind aber in jedem Fall einen Versuch wert.

1.     Alliaceae

Alliaceae gehört zu der Familie der Lauchgewächse. Durch die Einnahme soll sich sowohl die Sexualfähigkeit – Mann kann öfter – als auch die Frequenz der Ejakulationen steigern lassen. Wissenschaftliche Untersuchungen, die diese Annahmen stützen könnten, gibt es bislang aber nicht.

2.     Ashwagandha

Bei Ashwagandha, auch Schlafbeere, Winterkirsche oder indischer Ginseng genannt, handelt es sich um eine krautige Pflanze, die zu der Familie der Nachtschattengewächse gehört. Ashwagandha ist als natürliches Adaptogen bekannt. Die ausgleichenden Eigenschaften machen sich insbesondere bei Stress und Schlafstörungen positiv bemerkbar.

Ashwagandha ist aus der Ayurvedischen Kräuterheilkunde nicht mehr wegzudenken und auch die Wissenschaft ist mittlerweile auf die Pflanze aufmerksam geworden. So konnten bereits Hinweise darauf gefunden werden, dass Ashwagandha sich unter anderem positiv bei Angststörungen und schlechten Cholesterinwerten auswirkt. Zudem vereint die Pflanze herausragende antioxidative Eigenschaften.

Ashwagandha wurde bereits im Kama Sutra erwähnt und besitzt in der chinesischen Volksmedizin und im Ayurveda eine lange Tradition als Aphrodisiakum – die Pflanze soll sich demnach luststeigernd auswirken. Das könnte darauf zurückgeführt werden, dass die Einnahme die Freisetzung von Nitritoxid im Körper ankurbelt. Dadurch werden die Blutgefäße, die sich im Bereich der Genitalien befinden, geweitet.

Kein Wunder also, dass Ashwagandha fester Bestandteil vieler Kräutermischungen ist. Nebenbei sollen sich die Pflanzenauszüge auch noch positiv auf die Potenz auswirken, womöglich deshalb, weil Ashwagandha die körperliche Leistungsfähigkeit verbessern soll.1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3252722/

Spermien verbessern

Damit aber nicht genug, denn Ashwagandha kann nachweislich auch die Spermienproduktion erhöhen. Das zeigte eine placebokontrollierte Studie, bei der 68 Männer über 90 Tage hinweg Ashwagandha verabreicht bekommen haben. Die 675 mg, dreimal täglich verabreicht, führten zu einer Zunahme der Spermienanzahl um 167 %.2)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3863556/

3.     Geiles Ziegenkraut

Hier ist der Name Programm, denn das geile Ziegenkraut zählt zu den bekanntesten natürlichen Potenzmitteln und soll ähnlich wie Viagra wirken. Eine Laboruntersuchung, die im Jahr 2008 durchgeführt wurde, lieferte interessante Hinweise. Demnach soll das Kraut bestimmte Enzymwirkungen blockieren, die den Blutfluss zum männlichen Glied einschränken. Dafür soll der Inhaltsstoff Epimedium verantwortlich sein, der scheinbar wie ein Phosphodiesterase-Hemmer wirkt. Die Untersuchung legt nahe, dass das Ziegenkraut womöglich sogar besser funktionieren könnte als konventionelle Präparate und das bei weniger Nebenwirkungen.

Auch der Wirkstoff Icariin soll sich positiv auf die erektile Dysfunktion auswirken und ist ebenfalls im geilen Ziegenkraut enthalten. Untersuchungen zufolge könnte Icariin dabei helfen, die Durchblutung der glatten Muskulatur zu verbessern.3)https://europepmc.org/abstract/med/15329286

Übrigens: Geiles Ziegenkraut wird auch zur Behandlung von Osteoporose und für die Arteriengesundheit empfohlen.

4.     Ginseng

Ginseng besitzt ein breites Anwendungsspektrum. Insbesondere für den Bereich Anti-Aging oder als Stärkungsmittel wird die Wurzel empfohlen. Scheinbar besitzt Ginseng aber auch die Fähigkeit, Männer mit erektiler Dysfunktion zu helfen. In einer Studie aus dem Jahr 2002 konnte festgestellt werden, dass die Pflanzenbestandteile den Stickstoffmonoxidgehalt erhöhen und den Blutfluss verbessern.

An der placebokontrollierten Doppelblindstudie haben 40 Männer teilgenommen, die eine moderate bis schwere erektile Dysfunktion besaßen. Diejenigen Männer, die Ginseng erhalten haben, konnten nach 8 Wochen über eine deutliche Verbesserung ihrer Erektionsfähigkeit berichten. Auch die sexuelle Zufriedenheit hat sich bei ihnen verbessert.4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12394711

Zudem soll sich Ginseng positiv auf Stresszustände auswirken. Da diese auch zu einer mangelnden Durchblutung und somit zu einer Erschlaffung des männlichen Glieds führen können, soll die Wurzel mit ihren stressreduzieren Eigenschaften gleich doppelt hilfreich sein. Wichtig scheint allerdings zu sein, die Pflanzenextrakte längere Zeit einzunehmen, denn nur so können Sie ihre Wirkung entfalten.

5.     Kalmus (Acorus calamus)

Bei Kalmus (Acorus calamus), auch als indischer Kalmus bezeichnet, handelt es sich um eine Sumpfpflanze, die zu der Familie der Kalmusgewächse gezählt wird. Die in Asien, Amerika und Europa vorkommende Sumpfpflanze werden psychoaktive und heilende Effekte nachgesagt. Insbesondere die chinesische Volksmedizin setzt auf Kalmus, um naturheilkundliche Therapien zu unterstützen.

Acorus calamus wird eine aphrodisierende und potenzsteigernde Wirkung nachgesagt. Leider ist die Pflanze, obwohl sie bereits seit Jahrtausenden eingesetzt wird, wenig erforscht. Lediglich das entzündungshemmende Potenzial wurde näher untersucht.

Ungeachtet der mageren Studienlage zur Steigerung von Potenz und Libido sind einige Anwender von der Wirkung der Kalmuswurzel überzeugt.

Weitere Informationen zu Kalmus.

6.     L-Arginin

L-Arginin ist ein Eiweißbaustein und gehört zu den semiessenziellen Aminosäuren. Demnach kann die Substanz vom Körper selbst hergestellt werden, jedoch nur in einer niedrigen Konzentration. Auch L-Arginin ist in der Lage, den Stickstoffoxidgehalt im Blut zu erhöhen und damit die Blutgefäße zu erweitern. Die bessere Durchblutung der Schwellkörper erleichtert auch eine „stabile“ Erektion.

Übrigens wurde die Wirkungsweise von Stickstoffmonoxid im Körper bereits 1998 umfänglich belegt. Die Forscher R. Furchgott, L. Ignarro und F. Murad erhielten den Nobelpreis für Medizin, da sie den Einfluss von Stickstoffmonoxid auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen haben.

Stress oder spezielle Erkrankungen können dafür sorgen, dass der Körper über nicht ausreichend Arginin verfügt. In dem Zusammenhang kann es zu Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen und Erektionsstörungen kommen.

Eine Studie aus dem Jahr 2017 konnte bei Menschen mit Erektionsstörungen niedrige Arginin-Spiegel nachweisen.5)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28178400

Wird Arginin regelmäßig eingenommen, kann das zu einer Erhöhung des Stickstoffmonoxids im Organismus führen, was sich wiederum auch positiv auf die Erektionsfähigkeit auswirken könnte.

Zudem wird L-Arginin nachgesagt, dass es sowohl die Testosteronproduktion als auch das Muskelwachstum positiv beeinflussen kann.

7.     Maca

Maca ist eine aus Südamerika stammende Wurzelknolle, die über 60 Vitalstoffe vereint. Aus diesem Grund kommt sie bei vielen Beschwerden zum Einsatz. In Peru ist die tolle Knolle fester Bestandteil der Tradition und wurde Paaren mit Kinderwunsch empfohlen. Studien an Mäusen lieferten Hinweise darauf, dass Maca die sexuelle Leistungsfähigkeit stark verbessern kann.

Auch bei Männern soll die Knolle ihre positiven Eigenschaften entfalten, denn die enthaltenen Sterole sollen für eine bessere Durchblutung des Beckens und eine gesteigerte Libido sorgen. Potenzstörungen sollen damit auf natürliche Weise reduziert werden.

Studien zum Thema Maca und Potenz wurden bereits durchgeführt.6)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/296330897)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20691074

Auch wenn Maca nicht zwangsläufig mit chemischen Präparaten mithalten kann, stellt die Einnahme eine natürliche und nebenwirkungsarme Alternative dar. Voraussetzung ist allerdings, dass die Knolle nicht nach Bedarf, sondern langfristig eingenommen wird. Mindestens vier Monate sind nötig, um Verbesserungen zu bemerken. Die Mobilität und Anzahl der Spermien soll sich mit Maca ebenfalls verbessern aber auch dafür müssen sich Männer in Geduld üben.

Darüber hinaus sorgen die vielen Vitalstoffe dafür, dass sich Stresshormone und Cholesterinwerte positiver darstellen. Daher schadet es wohl nicht, Maca auszuprobieren.

Weitere Informationen zur Wirkung von Maca.

8.     Mehrjähriger Bertram (lat. Anacyclus Pyrethrum)

Auch der mehrjährige Bertram wird häufig genannt, wenn es um natürliche Potenzmittel geht. Im Gegensatz zu anderen Pflanzenvertretern kann hier jedoch keine konkrete Wirkungsweise bei Erektionsstörungen nachgewiesen werden. Auch Studien gibt es in Hinblick auf die Zierpflanze, die zu der Familie der Ringblumen gezählt wird, nicht. Allem Anschein nach bezieht sich die Erwähnung lediglich darauf, dass die Pflanze Wirkstoffe vereinen soll, die eine anregende Wirkung auf die Erektionsfähigkeit ausüben.

9.     Muskatnuss

Muskatnuss ist besonders beliebt in der Küche. Das Gewürz soll allerdings auch eine potenzsteigernde Wirkung besitzen. Auch hier wird die Wirkung darauf zurückgeführt, dass die Durchblutung der Genitalien verbessert wird. Im Gegensatz zu anderen natürlichen Potenzmitteln ist scheinbar keine langfristige Einnahme erforderlich. Laut Überlieferungen soll es ausreichen, ca. 30 Minuten vor dem Sex Muskat einzunehmen.

Die Dosierung ist dabei sehr wichtig, denn mehr als 4 Gramm des Gewürzes können zu Übelkeit und Schweißausbrüchen führen.

10.  Petersilie

Petersilie schmeckt nicht nur gut, sondern wird auch scherzhaft als „Stehsalat“ bezeichnet. Das liegt daran, dass die Kräuter die ätherischen Öle Anethol und Apiol beinhalten. Denen wiederum wird eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt, da sie die Durchblutung im Unterleib anregen sollen. Netter Nebeneffekt ist, dass sich auch die Empfindungsfähigkeit in den Geschlechtsteilen verstärken soll. Auch hier wird angeraten, Petersilie dauerhaft einzunehmen, um die Libido und Potenz anzukurbeln. Da das heimische Kraut viele Vitalstoffe vereint, ist der tägliche Verzehr ohnehin sehr empfehlenswert, um die Abwehrkräfte zu stärken und Entzündungen zu reduzieren.

Weitere Informationen zu Petersilie.

11.  Safran

Auch Safran besitzt eine lange Tradition als Potenzmittel. Die vor allem im arabischen Raum beheimatete Krokus-Art soll dabei helfen, Erektionsstörungen zu bekämpfen. Eine Studie, die an der Tehran University of Medical Sciences durchgeführt wurde, lieferte Hinweise darauf, dass Safranextrakt bei Erektionsstörungen wirksam ist, wenn diese auf eine Fluoxetin-Einnahme zurückgeführt werden können.8)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30456199

Während der Studie nahmen die Männer zweimal täglich 15 mg Safranextrakt ein. Nach 4 Wochen berichteten 60 % der Männer, dass sie eine völlig normale Erektion besaßen. In der Gruppe, in der ein Placebo verabreicht wurde, war das nur bei 7 % der Fall.

Safran ist auch für Frauen interessant

Interessanterweise kann Safran auch sexuelle Probleme bei Frauen reduzieren. Auch bei ihnen konnten die durch die Fluoxetineinnahme ausgelösten Beschwerden wie mangelnde Libido, trockene Vaginalschleimhäute und Schmerzen beim Sex gebessert werden – die Frauen waren leichter erregbar und die Sekretion der Vaginalschleimhäute wurde angekurbelt. Ursächlich dafür waren 30 mg Safran täglich, verabreicht über 4 Wochen hinweg.

12.  Spanische Fliege (Cantharidin)

Zu den bekanntesten natürlichen Potenzmitteln gehört zweifellos die Spanische Fliege. Viele nehmen an, dass es sich dabei um eine Pflanze handelt. Dabei beinhaltet die Spanische Fliege genau das, was sie verspricht: ein Insekt – genauer gesagt einen Käfer -, der zermahlen als Tablette oder Tinktur zur Verfügung steht. Die Spanische Fliege soll die Potenz ankurbeln, sich aber nicht auf die Libido auswirken.

Der amouröse Mythos kommt aber nicht von ungefähr, denn im Blut des Käfers befindet sich ein Reizgift mit dem Namen Cantharidin. Das kann eingenommen die Schleimhäute von Harnblase sowie Harnröhre reizen und zu einer verstärkten Durchblutung der Sexualorgane beitragen. Das Ergebnis: eine verbesserte Erektionsfähigkeit.

Studien, die sich eingehend mit der Wirkung der Spanischen Fliege beschäftigen, fehlen jedoch.

13.  Tribulus Terrestris

Tribulus Terrestris soll insbesondere Männern dabei helfen, ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu erhalten bzw. zu steigern. Besonders bekannt ist die aus Afrika stammende Pflanze im Sportbereich, da sie das Muskelwachstum erleichtern soll.

Aber auch als natürliches Potenzmittel wird Tribulus Terrestris angepriesen. Das könnte damit zusammenhängen, dass sich die Pflanzenauszüge positiv auf den Testosteronspiegel auswirken sollen.

Verschiedene Studienmodelle haben sich mit der Wirkung von Tribulus Terrestris bei erektiler Dysfunktion und Libidoverlust beschäftigt.

Im Rahmen eines klinischen Versuchs erhielten Probanden, die an einer erektilen Dysfunktion und Unfruchtbarkeit litten, 750 – 1500 mg Tribulus Terrestris – verteilt auf drei Einzelgaben – täglich. Das Ergebnis: das Präparat Tribestan® verbesserte bei 79 % der Probanden nach einem Einnahmeintervall von 60 Tagen das sexuelle Verlangen.9)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/636751510)https://www.researchgate.net/publication/260560144_Phytopharmacological_overview_of_Tribulus_terrestris11)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28364864

In einer anderen Studie wurde ein Kombinationspräparat eingesetzt, welches sowohl auf Tribulus terrestris als auch auf Ginkgo biloba und L-Arginin setzte. Nach der Verabreichung konnte festgestellt werden, dass sich die Erektion und das sexuelle Verlangen besserten.12)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10849504

In einer weiteren Studie wurde ein anderes Kombinationspräparat erforscht. Darin enthalten waren Ecklonia bicyclis, Tribulus terrestris und Glucosamine Oligosaccharid. 177 Männer nahmen an der Studie teil. Sie alle litten unter einer leichten bis moderaten erektilen Dysfunktion. Die doppelblind placebokontrollierte Studie wurde über 3 Monate hinweg durchgeführt. Währenddessen wurden die Männer mithilfe von Fragebögen interviewt und Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, um arterielle Funktionsstörungen ausschließen zu können. Interessanterweise konnte durch die Verabreichung offenbar erreicht werden, dass die Männer ihre sexuelle Leistungsfähigkeit positiver bewerteten. Die positiven Ergebnisse zeigten sich auch im Ultraschall, da eine verbesserte Durchblutungsdynamik festgestellt werden konnte.13)https://www.hindawi.com/journals/bmri/2014/121396/

Einen Haken hat das Ganze allerdings: In der Studie zeigte sich, dass nur diejenigen Probanden, die eine leichte erektile Dysfunktion hatten, von der Verabreichung profitierten.

Zudem muss festgehalten werden, dass bei der Verabreichung von Kombinationspräparaten nicht sicher gesagt werden kann, welcher Inhaltsstoff für die positive Wirkungsweise verantwortlich ist.

Weitere Informationen zur Wirkung von Tribulus Terrestris.

14.  Yohimbin

Yohimbin ist eine weitere Pflanze, die in Afrika beheimatet ist. Nicht selten wird sie als Vorläufer von Viagra bezeichnet, da die Rinde und die Blätter dazu führen sollen, dass die Libido angekurbelt wird. Auf welche Weise das geschieht, kann mit Blick auf die Physiologie einfach erklärt werden.

Yohimbin stellt ein Idolalkaloid dar, welches zur Gruppe der Alpha2-adrenergen Antagonisten gezählt wird. Es soll auf natürliche Weise den Sympathikus hemmen, der sowohl bei Stress als auch bei Angst aktiviert wird. Demzufolge könnten die natürlichen Extrakte dabei helfen, Stress und Ängste zu reduzieren, die für eine verminderte Erektion verantwortlich sind.

Zudem wird Yohimbin nachgesagt, dass es eine milde antagonistische Wirkung auf den Alpha1-Rezeptor ausüben und geringfügig auf einige Serotonin- und Dopamin- Rezeptoren wirken kann. Davon könnten sich die Glückshormone im Körper positiv beeinflusst zeigen.

Yohimbin soll aber auch direkt am Schwellkörper des Penis ansetzen können, indem es die glatten Muskelzellen entspannt und die Blutversorgung am Schwellkörper beeinflusst. Ohne die systemische Hemmung der glatten Muskelzellen ist eine Erektion und die Erhaltung eben dieser nicht möglich. Yohimbin könnte dazu beitragen, den Blutfluss in den Schwellkörper aufrechtzuerhalten, umso die Durchblutung zu steigern.

Auch wenn Yohimbin scheinbar ein breites Anwendungsspektrum besitzt und ebenso bei Orgasmusstörungen und einer verspäteten Ejakulation helfen kann, ist die Wirkung nicht mit einem chemischen Phosphodiesterase-Hemmer wie z.B. Viagra vergleichbar.

In den späten neunziger Jahren wurden verschiedene Studien zu der Pflanze umgesetzt und zeigten positive Ergebnisse. Aktuelle Studien gibt es allerdings nicht.

15.  Alpinia Calcarata

Bei Alpinia calcarata handelt es sich um ein Ingwergewächs, welches als Aphrodisiakum in der traditionellen Medizin in Sri Lanka eingesetzt wird.14)https://www.sciencedirect.com/topics/agricultural-and-biological-sciences/alpinia-galanga

Die Studienlage in Bezug auf dieses natürliche Potenzmittel ist sehr dünn. Lediglich eine Studie aus dem Jahr 2006 lieferte Beweise dafür, dass ein Heißwasserextrakt des Rhizoms bei männlichen Ratten die sexuelle Leistungsfähigkeit verbessert.

16.  Ambrein

Ambrein ist ein wahrer Exot, denn dabei handelt es sich um ein Ausscheidungsprodukt des Pottwals. In der Kosmetik wurde es als Fixakteur bei der Parfümherstellung herangezogen. Es ist darüber hinaus aber auch als natürliches Potenzmittel bekannt und vor allem im arabischen Raum verbreitet. Durch die Einnahme soll es gelingen, die körpereigene Testosteronproduktion anzukurbeln, was sich auf die sexuelle Leistungsfähigkeit auswirken soll. Studien dazu fehlen allerdings.

Die Einnahme ist allerdings ohnehin unter dem Aspekt des Tierschutzes nicht empfehlenswert. Schließlich wird Ambrein aus einer wachsartigen Substanz aus dem Verdauungstrakt des Pottwals gewonnen und weiterverarbeitet.

17.  Brennnesselsamen

Brennnesselsamen sollen sich positiv auf die Fruchtbarkeit und Potenz auswirken. Studien, die diesen Effekt unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten beweisen, gibt es allerdings nicht. Dafür liefern Vermutungen mögliche Erklärungsansätze. So sollen die Wirkstoffe, die in den Samen der Brennessel enthalten sind, die Produktion von Testosteron unterstützen. Das Ergebnis: eine verbesserte Erektion und ein zufriedenstellendes Sexualleben.

18.  Bufotenin

Bufotenin zählt zu den eher umstrittenen natürlichen Potenzmitteln. Die Substanz wird aus Pilzen und dem Hautsekret einiger Kröten gewonnen. Mit der Einnahme soll es gelingen, die Zirbeldrüse im Gehirn zu stimulieren, wodurch auch das Lustzentrum angeregt wird. Homöopathisch ist das entsprechende Präparat unter dem Namen „Bufo D6“ bekannt. Studien in Bezug auf Bufotenin gibt es nicht, daher gilt die Wirkung als nicht belegt. Zudem können die Extrakte in einer zu hoch dosierten Form giftig sein.

19.  Cordyceps

Der chinesische Raupenpilz, wie Cordyceps auch genannt wird, zählt zu den Vitalpilzen, denn er enthält eine ganze Menge an Nährstoffen.

Die Chinesen setzen bereits seit dem 15. Jahrhundert auf dem Pilz als Heilmittel, um zahlreiche Krankheiten und Beschwerden zu behandeln.Hierzulande macht er nicht selten als natürliches Potenzmittel auf sich aufmerksam.

Die medizinische Fakultät in Peking konnte Hinweise darauf finden, dass Extrakte des chinesischen Raupenpilzes tatsächlich das Sexualleben verbessern können. Demnach führte die Verabreichung bei 65 % der Probanden zu einer Verbesserung der Sexualaktivität. Anonyme Befragungen unterstützen diese ersten Ergebnisse. Demnach sollen vor allem ältere Menschen nach einem 3-monatigen Einnahmeintervall von den positiven Eigenschaften des Pilzes profitieren.

Warum die Pilze das Liebesleben bereichern könnten, ist allerdings nicht abschließend geklärt. Annahmen besagen, dass die Inhaltsstoffe sich anregend auf die Geschlechtsorgane auswirken und das neuroendokrine System beeinflussen.

Übrigens: Den Namen verdankt der Raupenpilz dem Umstand, dass er Insekten befällt, um dann von innen aus ihnen herauszuwachsen. Beheimatet ist er in Tibet und in den Bergen des Himalaja. Durch die aufwendige Gewinnung waren entsprechende Produkte früher sehr teuer. Heute gibt es aber eine Möglichkeit, die Extrakte mittels Technologie zu gewinnen.

20.  Ginkgo

Ginkgo wirkt scheinbar ähnlich wie Yohimbin und beeinflusst insbesondere die Durchblutung. Daher eignet sich dieses natürliche Potenzmittel insbesondere für Menschen, deren Potenzstörungen auf eine schlechte Durchblutung zurückzuführen sind. Im Rahmen einer Studie konnten positive Erkenntnisse gewonnen werden. 50 % der Teilnehmer berichteten nach der Einnahme von 60 mg Gingko Extrakt täglich über eine verbesserte Erektionsfähigkeit. Die Studie ist allerdings nicht unumstritten und weitere Untersuchungen, die die positiven Effekte belegen könnten, fehlen.

Ginkgo werden aber allgemein eine gute Verträglichkeit und zahlreiche Gesundheitsvorteile nachgesagt. Insbesondere auf das Gedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit soll sich die Substanz positiv auswirken.

Weitere Informationen zur Wirkung von Ginkgo.

21.  Muira Puama

Der südamerikanische Muira Puama-Baum liefert mithilfe seiner Rinde das Potenzholz, was auch als Muira Puama bezeichnet wird. Im Rahmen einer Untersuchung konnte festgestellt werden, dass 51 % von den insgesamt 262 teilnehmenden Männern über eine optimierte Erektionsfähigkeit verfügten. Sie hatten ein entsprechendes Präparat über zwei Wochen hinweg täglich eingenommen. 62% berichteten darüber hinaus über eine gesteigerte Libido.

Wissenschaftliche Quellen berichten ebenfalls darüber, dass Muira Puama sich positiv auf die Potenz auswirken könnte.15)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5422695/

Welche homöopathischen Potenzmittel gibt es?

Zugegeben, an Globuli scheiden sich die Geister. Einige schwören darauf und wiederum andere tun sie als unwirksame Zuckerpillen ab. Wer allerdings von der Wirkung von homöopathischen Substanzen, verarbeitet als Globuli, Tropfen oder Tabletten glaubt, für den gibt es auch im Bereich natürliche Potenzmittel einige Entdeckungen.

22.  Lycopodium

Lycopodium soll Männern mit einer schwachen Erektion zur Seite stehen und einen vorzeitigen Samenerguss vermeiden.

23.  Agnus castus

Agnus castus, auch unter dem Namen Mönchspfeffer bekannt, wird häufig eingesetzt, um den weiblichen Zyklus auszubalancieren. Scheinbar kann Agnus castus, verarbeitet als homöopathisches Mittel, auch Männern dienen. So wird es empfohlen, wenn trotz sexueller Erregung keine oder eine nur unzureichende Erektion zustande kommt.

24.  Calcium carbonicum

Der Kalk aus Austernschalen wird genutzt, um Calcium carbonicum zu gewinnen. Das Anwendungsspektrum dieses homöopathischen Mittels ist sehr groß. Unter anderem wird es auch dafür eingesetzt, um die Erektion zu erleichtern. Das ist insbesondere für Männer interessant, die trotz sexuellem Verlangens nur sehr langsam eine Erektion bekommen. Auch ein brennendes Gefühl im Penis nach dem Samenerguss oder eine ausgeprägte Schwäche nach dem Geschlechtsverkehr können mit Calcium carbonicum behandelt werden.

25.  Barium carbonicum

Die chemische Verbindung Bariumcarbonat (BaCO3) gilt als Ausgangsbasis für die homöopathische Substanz Barium carbonicum. Sie wird bei Erektionsschwierigkeiten und frühzeitiger Ejakulation empfohlen.

26.  China officinalis

China officinalis wird aus dem Chinarindenbaum extrahiert und soll Männer mit Potenzproblemen unterstützen. Auch sexuell ausschweifende Fantasien und unwillkürliche Samenergüsse sollen mit China officinalis behandelt werden können.

27.  Conium maculatum

Das homöopathische Mittel Conium maculatum basiert auf den Auszügen einer Pflanze, die gefleckter Schierling genannt wird. Dem Präparat werden folgende Leitsymptome zugeschrieben: frühzeitiger Samenerguss und Beschwerden infolge einer Unterdrückung der Sexualaktivität, zum Beispiel aus religiösen Gründen.

28.  ycopodium clavatum

Die Ausgangsbasis für Lycopodium clavatum ist der Bärlapp-Sporen. Entsprechende Präparate können vielseitig eingesetzt werden, insbesondere bei Erektionsstörungen. Leitsymptome sind eine schwache Erektion, Einschlafen während des Geschlechtsverkehrs und ein vorzeitiger Samenerguss. Auch unwillkürliche Ejakulationen, die sich schwächend auswirken und ein Gefühl der Hilflosigkeit auslösen, gehören zu den Beschwerden, die mit dem homöopathischen Mittel behandelt werden können.

Natürliche Potenzmittel – Erfahrungen & Bewertung

Der Vorteil von rezeptfreien und natürlichen Potenzmitteln ist, dass sie in der Regel nebenwirkungsarm sind und rezeptfrei gekauft werden können. Natürliche Potenzmittel können in Sachen Eintritt und Intensität mit chemischen Präparaten nicht immer mithalten. Trotzdem wird ihnen ein großes Potenzial nachgesagt, was teilweise auch in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurde. Bei der Dosierung ist es wichtig, die entsprechenden Empfehlungen zu beachten, um etwaige Rauschzustände oder Vergiftungserscheinungen zu vermeiden. Zudem ist es ratsam, die natürlichen Helfer längerfristig einzunehmen, um die Wirkung dauerhaft im Körper aufrechterhalten zu können. Präparate, die aus tierischen Komponenten bestehen, sind nicht immer empfehlenswert. Dazu gehört insbesondere Ambrein, welches aus Pottwalen gewonnen wird.

Die Erektionsfähigkeit kann nicht nur mit den obenstehenden natürlichen Potenzmitteln, sondern auch durch eine gesunde Lebensweise unterstützt werden. Dazu gehört, dass der Konsum von Alkohol und Tabak reduziert oder besser noch eingestellt wird. Auch die Vermeidung von Übergewicht und eine regelmäßige körperliche Betätigung können dazu beitragen, das sexuelle Leistungsvermögen zu erhöhen. Nicht zuletzt sollte eine verminderte Erektionsfähigkeit immer ärztlich abgeklärt werden, um zu Grunde liegende Erkrankungen ausschließen zu können. Wenn Ängste und Stress dazu führen, dass sich das Liebesleben beeinträchtigt zeigt, können natürliche Potenzmittel empfehlenswert sein. Hier ist insbesondere Ashwagandha empfehlenswert, da es eine ausgleichende Wirkung besitzt. Homöopathische Präparate eignen sich für Männer, die sich mit dem homöopathischen „Glauben“ identifizieren können. Da sie in der Regel keine Nebenwirkungen hervorrufen, sind sie in jedem Fall einen Versuch wert.

Quellen   [ + ]

1.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3252722/
2.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3863556/
3.https://europepmc.org/abstract/med/15329286
4.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12394711
5.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28178400
6.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29633089
7.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20691074
8.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30456199
9.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6367515
10.https://www.researchgate.net/publication/260560144_Phytopharmacological_overview_of_Tribulus_terrestris
11.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28364864
12.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10849504
13.https://www.hindawi.com/journals/bmri/2014/121396/
14.https://www.sciencedirect.com/topics/agricultural-and-biological-sciences/alpinia-galanga
15.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5422695/