betelnussDie Betelpalme, auch als Arekapalme bekannt, gehört zur Gattung der Palmengewächse. Ihre Samen ist die Betelnuss oder Arekanuss. Die Betelpalme kann eine Wuchshöhe von rund 25 Metern erreichen. Sie hat einen sehr dicken Stamm mit einem Durchmesser von rund 30 bis 50 Zentimetern. Die Blätter der Palme sind breit gefächerte und können eine Länge von rund zwei Metern erreichen.

Für ein optimales Wachstum braucht die Betelpalme ein warmes Klima mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Sie gedeiht ideal in feuchten Böden an sonnigen Standorten. Diese Pflanze braucht sehr lange, bis sie Früchte hervorbringt: Es kann teilweise zwischen zehn und fünfzehn Jahren dauern, bis die Betelpalme zum allerersten Mal Früchte trägt.

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Wie wachsen Betelpalmen und Betelnüsse?

BetelpalmeUnter den breiten Wedelblättern der Palme befinden sich ihre Blüten. Bis zu drei Fruchtstände mit jeweils 150 bis 200 Früchten kann die Pflanze austreiben. Die Früchte erreichen eine Größe von bis zu sieben Zentimetern und wiegen zwischen drei und zehn Gramm. Die Samen dieser Früchte sind die eigentlichen Betelnüsse.

Aus den blassgelben Blüten der Betelpalme entwickeln sich ihre orangen, roten und gelben Früchte. Der braune eichelgroße Samen im Inneren der Frucht wird Betelnuss genannt. Die Betelpalme wird heutzutage in Südostasien angebaut. In Indien wird ist diese Pflanze sogar der Gottheit Ganesha gewidmet.
Die Betelpalme zählt zu den beliebtesten Pflanzenarten weltweit. Aus ihr wird beispielsweise auch das Papier für den Tabakkonsum produziert.

Arecolin wird der Hauptwirkstoff der Betelnuss genannt: Beim Kauen wird dieser Wirkstoff durch Kalkzusätze in Arecaidin umgewandelt. Die Nuss soll eine betäubende Wirkung haben. Aus diesem Grund gilt sie in ihren Herkunftsgebieten als ein Naturheilmittel gegen diverse Beschwerden wie Zahn-, Bauch- und Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Durchfall, Fieber, Insektenstiche und Skorbut. Auch zur Wunddesinfektion oder zur Blutstillung kann die Nuss zur Anwendung kommen.

Wirkung

In viele asiatischen Ländern werden noch unreife Betelnüsse zerkleinert und zusammen mit Pfefferblätter, Kalk oder Kräutern vermischt und gekaut. Das soll eine leicht stimmungsaufhellende sowie leicht stimulierende Wirkung haben. Zudem soll sich durch das Kauen der Betelnuss eine betäubende Wirkung entfalten. Der Speichelfluss wird angeregt und verfärbt sich durch das Kauen der Nuss rot. Ein langanhaltender Konsum kann zu einer Schwarzfärbung der Zähne führen und zudem das Krebserkrankungsrisiko deutlich ansteigen lassen: Rund acht bis zehn Gramm der Betelsamen können bereits tödlich wirken.

Rausch

Die Betelnuss als Droge zu nutzen ist keine Neuerscheinung. Bereits vor über 10.000 Jahren wurden in Thailand Betelnüsse gekaut. In Indien, Pakistan, Südchina, Südostasien sowie auf den Philippinen gehören Betelnüsse zu den am häufigsten konsumierten Rauschmitteln.
In asiatischen Lebensmittelmärkten können Betelnüsse oft sehr kostengünstig erworben werden. Sie werden vielerorts beispielsweise in verarbeiteter Form, zum Beispiel als Chips, zum Kauf angeboten.

Durch das Kauen der Nuss wird das zentrale Nervensystem des Menschen angeregt. Der Schweißfluss wird gesteigert und auch der Speichelfluss wird angeregt. Durch das Kauen kann sich eine harntreibende Wirkung einstellen, da auch die Darmtätigkeit angeregt wird. Der Konsum von Betelnüssen hat eine entspannende und zudem berauschende Wirkung. Häufig stellt sich bei den Verwendern ein Gefühl der Schwerelosigkeit und Leichtigkeit im Kopf ein. Das Kauen der Betelnüsse wirkt stimulierend, geistig anregend sowie euphorisierend.

Ist der Betelnuss-Konsum in Deutschland legal?

Die Samen der Betelnüsse sind in unserem Land legal erhältlich. Sie unterliegen nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Arzneimittel mit dem Arecolin-Wirkstoff sind hingegen verschreibungspflichtig.

Alternative Wege für den Konsum und die Zubereitung von Betelnüssen

Betelnüsse werden überwiegend oral konsumiert, das heißt, dass die Nüsse zusammen mit gelöschtem Kalk zerkaut werden. Das ist die verbreitetste und traditionelle Form der Verwendung. Diese Art der Zubereitung sowie der zur Anwendung kommende Kalk sorgen dafür, dass die Wirkstoffe der Betelnuss vom menschlichen Körper besser und leichter aufgenommen werden können.

Eine weitere sehr bekannte Zubereitungsart ist der Betelbissen: Hierfür wird die gemahlene Nuss mit ein wenig Löschkalk vermischt. Je nach Bedarf und Geschmack können noch einzelne Zitronenstückchen oder sonstige Gewürze hinzugemischt werden. Vor allem in Indien ist es sehr beliebt, den Geschmack durch diverse Zusatzstoffe zu verfeinern. Dieses Gemisch wird oft ein in ein Betel-Pfefferblatt gewickelt.
Dieser Wickel wird anschließend zwischen Zunge und Wange geschoben, sodass die Wirkstoffe der Betelnuss über die Mundschleimhäute aufgenommen werden können.

Des Weiteren gibt es Betelnuss-Pulver. Dieses kann in Milch eingerührt werden und muss für rund acht Stunden stehen. Zudem gibt es noch die Zubereitung als Teeaufguss, sowie den Verzehr von Betelnussextrakt-Kapseln.

Nebenwirkungen des Betelnuss-Konsums

Das Kauen der Betelnuss erhöht die Speichelproduktion und wirkt leicht abführend. Des Weiteren unterdrückt das Kauen der Nüsse das Hungergefühl. Zudem helfen die Inhaltsstoffe der Betelnüsse wirksam bei der Beseitigung von Parasiten im Verdauungstrakt.

Zähne

Die Betelbissen haben eine leicht stimmungsaufhellende Wirkung. Diese anregende Wirkung gilt auch für das menschliche Nervensystem. Bei einem gesteigerten Konsum von Betelnüssen verfärben sich der Speichel und die Zähne rot. Ein übermäßiger Genuss kann Übelkeit, Verdauungsbeschwerden sowie eine Schwarzfärbung der Zähne hervorrufen.
Des Weiteren muss in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass Betelnüsse in Verdacht stehen, krebserregend zu sein.

Als Höchstdosis gelten vier Gramm der getrockneten Nusssamen. Bereits acht bis zehn Gramm der Samen können zu ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen führen. In diesen Fällen kann es sogar zum Tod führen.

Auf einen Blick:

Bei ständigem und langanhaltendem Konsum kann es zu folgenden Nebenwirkungen und Beschwerden kommen:

  • psychische Abhängigkeit
  • Zahnfleischentzündungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Appetitlosigkeit
  • stark verfärbte Zähne
  • schlechter Atem.

In sehr schlimmen Fällen kann die Betelnuss sogar Mundhöhlenkrebs verursachen.