Online RezeptFerndiagnosen und Telemedizin werden seit einigen Jahren immer relevanter für das Gesundheitssystem. Das zeigt nicht nur der wachsende Kundenstamm von Online-Apotheken, sondern vor allem die vermehrte Ausstellung von Online-Rezepten.

Damit entwickelt sich die Gesundheitspolitik in die richtige Richtung und kommt im 21. Jahrhundert an. Dieser Artikel erklärt, wie Ferndiagnosen und Online-Rezepte funktionieren.

Außerdem stellen wir Ihnen seriöse Apotheken mit Online Rezept Ausstellung vor.

Seriöse Online Rezept Anbieter – Test & Vergleich

In diesen Apotheken können Sie verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept vom Hausarzt bestellen. Das Rezept wird per Ferndiagnose über das Internet ausgestellt.

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Online Apotheke aus den Niederlanden mit sehr breitem Angebot und schneller Lieferung. Einer der ersten Anbieter mit Ferndiagnose (seit 2002).
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Berliner Telemedizin-Startup, das mit einer holländischen Apotheke aus Venlo zusammen arbeitet. Große Auswahl an Antibabypillen, ansonsten kleineres Sortiment aber recht günstige Preise.
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121docErfahrener Anbieter aus England.
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zavaDieser Anbieter war ursprünglich als "DrED" bekannt. Hier muss der Online-Fragebogen ausgefüllt werden, bevor das Arzneimittel ausgewählt werden kann.
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treatedEin weiterer englischer Anbieter. Einzige Besonderheit ist hier die Möglichkeit zur Zahlung per Nachnahme.
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Medikamente ohne Rezept per Ferndiagnose

Ferndiagnosen gehören zum Bereich der Telemedizin. Bei der Telemedizin geht es darum, medizinische Leistungen über eine räumliche Entfernung zur Verfügung zu stellen. Dafür werden neue Technologien wie das Internet verwendet. Telemedizin und Ferndiagnosen bieten sowohl den Patienten als auch den behandelnden Ärzten Vorteile. Dennoch gibt es auch Herausforderungen, die die Telemedizin meistern muss.

Rezeptpflichtige Arzneimittel ohne Rezept

Eine Ferndiagnose ist eine Diagnose, bei der es keinen persönlichen Kontakt zwischen dem Patienten und dem Arzt gibt. Die Anamnese, die Diagnose und der Behandlungsvorschlag erfolgen nicht persönlich, sondern über ein Kommunikationsmedium. Bei Online-Arztpraxen ist dieses Medium das Internet. Über das Internet kann ein Fragebogen ausgefüllt und abgeschickt, eine Videotelefonie mit einem Arzt abgehalten oder ein Live-Chat genutzt werden.

Rezept online ausstellen lassen

Bei einer Ferndiagnose aus dem EU-Ausland stellt ein Arzt eine Diagnose, ohne persönlichen Kontakt mit dem Patienten gehabt zu haben. Die verschiedenen Online-Anbieter für Medikamente haben unterschiedliche Verfahren. Der Grund dafür ist, dass sich die Anbieter an die in ihrem Land geltenden Rechte sowie an das geltende EU-Recht halten müssen. Daneben spielt es auch eine Rolle, welches Medikament verkauft werden soll. Wenn man beispielsweise Cialis online kaufen möchte, sind andere Informationen wichtig, als wenn eine rezeptfreie Anti-Aging-Creme gekauft werden soll.

Medikamente ohne Rezept bekommen

Das Grundprinzip der Ferndiagnose orientiert sich jedoch an dem Prinzip der realen Diagnose. Der Arzt nimmt Informationen über den Status quo des Gesundheitszustands des Patienten auf (Anamnese) und leitet daraus eine Diagnose sowie Behandlungsmöglichkeiten ab. Im Arztzimmer erfolgt die Anamnese durch das Erfragen des allgemeinen Gesundheitszustandes und durch das Erheben der Krankheitsgeschichte. Online kann dafür ein Fragebogen, ein Live-Chat oder eine Videotelefonie via Skype genutzt werden. Einziger Nachteil: Die körperliche Untersuchung ist online nicht möglich. Im Behandlungsraum hat der Arzt die Möglichkeit, den Körper des Patienten genauer zu untersuchen, um eine Diagnose erstellen zu können. Das ist über das Internet nicht möglich. Es können zwar Bilder verschickt werde und eine Inspektion verschiedener Bereich ist möglich, doch die vielen anderen körperlichen Untersuchungen (beispielsweise das Abklopfen, Abtasten und Abhören) sind nicht möglich. Daher sollten Ferndiagnosen niemals bei akuten Krankheitsverläufen genutzt werden.

Online-Rezepte für rezeptpflichtige Medikamente bekommen

Online-Rezepte sind selbstverständlich nur bei rezeptpflichtigen Medikamenten notwendig. Soll ein verschreibungspflichtiges Medikament bei einer Online-Apotheke erworben werden, ist die vorherige Anamnese eines in der EU zugelassenen Arztes unabdingbar. Dieser stellt fest, ob das Medikament geeignet ist und schließt eventuelle Kontraindikationen aus. Dazu zählt beispielsweise, dass Schwangere bestimmte Medikamente nicht einnehmen dürfen oder dass eine Wechselwirkung mit einem anderen Wirkstoff vermieden werden muss. Anschließend stellt der Arzt das Rezept aus. Ein Online-Rezept aus einem anderen EU-Land kann jedoch nicht in einer deutschen Apotheke eingelöst werden, da in Deutschland das sogenannte Fernbehandlungsverbot gilt. Daher schicken die Anbieter das Rezept zu einer in der EU ansässigen Versandapotheke, welche das Rezept einlöst und das Medikament verschickt.

Für wen und in welcher Situation ist das Online-Rezept ohne Arztbesuch sinnvoll?

Online-Rezepte sind immer dann sinnvoll, wenn es sich um keine schwere oder akute Erkrankung handelt. Insbesondere sogenannte Lifestyle-Medikamente, die ohnehin nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, können online erworben werden. Dabei kann der Patient oft Zeit und in einigen Fällen sogar Geld sparen.
Telemedizin für Menschen, die auf dem Land wohnen

Online Rezept erhalten

Telemedizin, ärztliche Beratung über das Internet und Online-Rezepte sind eine große Erleichterung für Menschen, die in ländlichen Regionen leben. Es praktizieren immer weniger Ärzte oder Fachärzte auf dem Land. Dieser Trend wirft jedoch einige Probleme auf; denn Menschen, die auf dem Land leben, haben dadurch einen schlechteren Zugang zu medizinischer Versorgung. Online-Arztpraxen und Online-Rezepte können für diese eine echte Alternative sein, um an die benötigten Medikamente zu gelangen, ohne weite Strecken bis zum nächsten Arzt fahren zu müssen.

Sensible Probleme anonym behandeln

Bei intimen und persönlichen Problemen ist ein Arztbesuch für einige Menschen mit Hemmungen verbunden. Das betrifft insbesondere Potenzprobleme, Geschlechtskrankheiten, Haarausfall oder Testosteronmangel bei älteren Männern. Ein Arztbesuch und das Schildern eines derartigen Problems sind für manche Menschen mit Scham verbunden. Oft gehen diese dann nicht zum Arzt und lassen das Problem nicht behandeln. Dadurch wird die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Beim Ausfüllen eines Fragebogens, einem Live-Chat oder einer Videotelefonie mit einem fremden Arzt, sinkt die Hemmschwelle. Da das Medikament vorher ausgewählt wird und erst anschließend die Anamnese stattfindet, weiß der Arzt schon, um welches Problem es sich handelt. Der Arzt wird die Grenzen der Privatsphäre wahren und nur die nötigsten Fragen stellen. Der Patient muss das Problem nicht selbst ansprechen, was für viele Betroffene erleichternd wirkt. Eine Konsultation mithilfe eines Fragebogens macht es dem Betroffenen noch leichter, Angaben zu den Beschwerden zu machen.

Für Menschen mit wenig Zeit

Menschen die wenig Zeit haben, können ebenfalls von Online-Rezepten profitieren. Das Verfahren geht schnell und die Medikamente werden nach Hause geliefert. Das betrifft beispielsweise Menschen, die beruflich sehr eingespannt sind oder Alleinerziehende. Die Zeitersparnis ist immens. Um in Deutschland ein verschreibungspflichtiges Medikament zu bekommen, ist in der Regel ein Arztbesuch nötig. Die Zeit für die Anfahrt und Rückfahrt sowie die Zeit im Warteraum entfallen gänzlich. Bei einem Facharzt kann es zudem einige Wochen dauern, bis ein Termin frei ist. Anschließend muss das Medikament bei einer Apotheke eingelöst werden. Dabei sind nicht alle Medikamente in jeder Apotheke vorrätig, wodurch weitere Zeit verstreichen kann. All diese Schritte erübrigen sich bei einer Ferndiagnose. Der Patient muss lediglich die Anamnese durchlaufen und erhält von einem in der EU zugelassenen Arzt sein Rezept. Dieses wird vom Dienstleister bei einer Versandapotheke eingelöst. Abschließend wird das Medikament zum Patienten geschickt. Durch die automatisierten Abläufe wird viel Zeit gespart. Oft ist das Medikament am nächsten Tag beim Patienten.

Unabhängig von Zeit und Ort

Der Großteil der praktizierenden Ärzte arbeitet am Wochenende nicht und der Warteraum des diensthabenden Bereitschaftsarztes ist meist überfüllt. Dieses Problem haben medizinische Online-Services nicht und daher kann ein Online-Rezept rund um die Uhr ausgestellt werden. Die ständige Erreichbarkeit, die unabhängig vom Ort ist, bietet einen großen Nutzen. Der Service kann auch am Wochenende und nach den Schließzeiten normaler Arztpraxen genutzt werden. Wann und von wo ein Online-Rezept bestellt wird, hängt somit nur vom Patienten ab.

Geringer Aufwand für Benachteiligte

Ferndiagnosen und Online-Rezepte haben einen weiteren Vorteil: Der Aufwand ist gering. Das spielt besonders eine große Rolle für ältere Menschen, die sich nur noch mit größter Anstrengung zum Arzt bewegen können. Von den Möglichkeiten der Telemedizin profitieren ebenfalls Menschen mit einer erheblichen Gehbehinderung und Menschen, denen ein Arztbesuch durch eine Krankheit erschwert wird. Für Benachteiligte sind Online-Rezepte sinnvoll.

Welche Vorteile bieten Online-Apotheken und Online-Rezepte?

Online-Apotheken bieten eine Vielzahl an Vorteilen. Die Verbraucher können bei rezeptfreien Arzneien Geld sparen, diskret bestellen und haben oft eine größere Auswahl an Medikamenten.

Günstige Preise – Geld sparen

Es werden nicht alle rezeptfreien Medikamente von den Krankenkassen übernommen. Daher lohnt es sich, rezeptfreie Medikamente billiger im Internet zu kaufen. Diese sind preiswerter, weil viele Online-Apotheken größer sind und eine bessere Logistik haben. Zudem entfallen die Kosten für die Räumlichkeiten, die bei einer Apotheke vor Ort in die Preise der Medikamente einkalkuliert werden müssen. Die Kunden haben außerdem die Möglichkeit, verschiedene Vergleichsportale zu nutzen und die Preise für die Medikamente direkt zu vergleichen.

Diskretion

In normalen Apotheken gibt es zwar einen Strich, der den Diskretionsabstand symbolisiert, doch dieser wird oft missachtet. Das ist besonders bei intimen Medikamenten problematisch. Eine Beratung zu bestimmten Produkten wie Erwachsenenwindeln oder Verhütungsmitteln ist für den Patienten oft mit Scham verbunden. Derartige Arzneien können diskret und anonym in Online-Apotheken bestellt werden.

Lieferzeit

Die Lieferzeit kann sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil sein. Bei einem akuten Problem sollte der Arzt oder die örtliche Apotheke sofort aufgesucht werden. Wenn das Medikament sofort vorrätig ist, kann der Patient häufig eher mit der Behandlung beginnen. Andererseits sind Versandapotheken sehr schnell. Die Medikamente sind meist schon am nächsten Tag beim Kunden. Es wird direkt an die Haustür des Kunden geliefert, sodass für diesen kein Mehraufwand entsteht.

Übersicht

Online-Apotheken sind häufig sehr übersichtlich. Der Kunde kann auf eine bestimmte Rubrik wie Verhütungsmittel klicken. Dadurch erhält er eine Übersicht über die verschiedenen Medikamente. Anschließend kann er das Medikament im Internet recherchieren und sich darüber informieren. Das ist bei einer normalen örtlichen Apotheke nicht möglich. Der Kunde kann sich in einer örtlichen Apotheke nur schwer umfassend zu einem Medikament informieren und muss auf die Expertise des Apothekers vertrauen.

24/7-Verfügbarkeit

Online-Apotheken können ihren Service rund um die Uhr anbieten. Dadurch unterscheiden sie sich von herkömmlichen Apotheken, die diesen Service nicht anbieten können. Das hat im Allgemeinen Vorteile für Verbraucher, die wenig Zeit haben und im Speziellen für Verbraucher, die stark in das Berufsleben eingespannt sind oder in einem Schichtsystem arbeiten.

Breite Produktauswahl

Online-Apotheken warten häufig mit einer großen Produktpalette auf. Das breite Angebot nützt vor allem den Kunden, denn dieser kann dadurch leichter das optimale Medikament für seine Beschwerden finden.

Automatische Erinnerung

Manche Anbieten haben einen Service, der die Kunden automatisch daran erinnert, wenn ein Produkt bald verbraucht ist. Dadurch kann der Kunde, falls er das Medikament weiterhin benötigt, das Medikament zeitnah erneut bestellen. Die gesundheitsbezogenen und persönlichen Daten müssen dabei nicht noch mal angegeben werden, da sie auf den Servern des Anbieters gespeichert sind. Die Server sind meist durch Verschlüsselungen gesichert, sodass die Daten geschützt sind.

Legalität & Seriösität – Die rechtliche Grundlage von Online-Rezepten

Rezeptfreie Medikamente können problemlos im Internet bestellt werden, wenn sie in Deutschland zugelassen sind. Die Frage, ob Online-Rezepte legal sind, ist dagegen komplexer. Eines vorweg: Online-Rezepte sind grundsätzlich legal und nicht strafbar. Die Medikamente kommen auf dem rechtssicheren Weg zum Verbraucher.

Das Fernbehandlungsverbot

Bis vor wenigen Jahren galt in Deutschland ein allgemeines Fernbehandlungsverbot:

„Ärztinnen und Ärzte dürfen individuelle ärztliche Behandlung, insbesondere auch Beratung, nicht ausschließlich über Print- und Kommunikationsmedien durchführen. Auch bei telemedizinischen Verfahren ist zu gewährleisten, dass eine Ärztin oder ein Arzt die Patientin oder den Patienten unmittelbar behandelt.”

Demnach waren Telemedizin und Ferndiagnosen in Deutschland generell nicht erlaubt. Der Deutsche Ärztetag hat das Gesetz jedoch im Mai 2018 gelockert. Laut § 7 Abs. 4 der Musterberufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte ist eine ärztliche „Behandlung über Kommunikationsmedien […] im Einzelfall erlaubt, wenn dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt” gewahrt wird.

Die erste Diagnose darf in Deutschland demnach nur in Ausnahmefällen erfolgen. In anderen EU-Ländern gibt es ein ähnliches Gesetz jedoch nicht. Im Vereinigten Königreich oder in den Niederlanden darf die Erstbehandlung online erfolgen.

Online-Rezept in Deutschland gültig und legal?

Da es in einigen EU-Ländern kein vergleichbares Gesetz gibt, können die dort zugelassenen Ärzte eine Ferndiagnose stellen und ein Rezept ausstellen. Die approbierten Ärzte berufen sich dabei auf das geltende Recht ihres Landes. Ist das Rezept ausgestellt, kann es jedoch nicht in Deutschland eingelöst werden. Laut dem § 48 Abs. 1 Nr. 3 AMG dürfen deutsche Apotheker ein Rezept nur einlösen, wenn sichergestellt ist, dass es zuvor einen direkten Kontakt zwischen Arzt und Patienten gegebenen hat. Deswegen können auch deutsche Versandapotheken Online-Rezepte nicht einlösen. Apotheker machen sich strafbar, wenn sie ein nicht gültiges Rezept einlösen.

Daneben sind im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden auch andere Formen der Anamnese erlaubt. Die Ferndiagnose kann mittels Fragebogen erfolgen.

Medikament aus dem Ausland nach Deutschland versenden

Da das im europäischen Ausland erstellte Online-Rezept in Deutschland nicht einlösbar ist, schicken die Anbieter die Rezepte direkt an EU-Versandapotheken. Medikamente, die in Deutschland nicht zugelassen oder registriert sind, unterliegen nach § 73 AMG einem Verbringungsverbot. Das betrifft auch gleichnamige Medikamente, die es auf dem deutschen Markt gibt. Zur Registrierung und Genehmigung gehören auch die Beschriftung der Verpackung sowie der deutschsprachige Verpackungszettel. Privatpersonen dürfen demnach keine Medikamente von außerhalb nach Deutschland verschicken. Es gibt jedoch eine Regelung, die es Versandapotheken des EU-Raums erlaubt, Medikamente nach Deutschland zu versenden. Laut § 73 Abs. 1 Nr. 1a AMG dürfen in Deutschland zugelassene Medikamente nach Deutschland versendet werden, wenn das Mitgliedsland vergleichbare Sicherheitsstandards erfüllt. Hierfür hat das Bundesministerium für Gesundheit eine Liste herausgegeben:

  • Island
  • Niederlande (wenn die Versandapotheke auch eine Präsenzapotheke unterhält)
  • Niederlande (nur verschreibungspflichtige Medikamente)
  • Tschechien (nur nicht verschreibungspflichtige Medikamente)
  • Vereinigtes Königreich, England

Welche Arten von Medikamenten werden angeboten?

Die Anbieter decken ein breites Spektrum an Medikamenten ab. Meist sind die Medikamente in die Kategorien Männergesundheit, Frauengesundheit, Sexualgesundheit, Reisemedizin und Allgemeinmedizin eingeteilt.

Männergesundheit

Die Produktpalette umfasst verschiedene Medikamente und variiert von Anbieter zu Anbieter. Potenzmittel, Medikamente gegen erektile Dysfunktion und Mittel gegen Testosteronmangel werden besonders häufig angeboten. Einige Anbieter bieten auch Produkte gegen Haarausfall und vorzeitige Ejakulation an.

Frauengesundheit, die Pille

Die Kategorie umfasst verschiedene Arzneien. Darunter sind Antibiotika gegen Blasenentzündungen, Hormonersatztherapien oder Mittel gegen Haarwuchs. Verhütungsmittel werden ebenfalls angeboten. Dazu zählen beispielsweise die Minipille (Antibabypille), die Kombinationspille, die Spirale, der vaginale Ring und die Pille danach.

Geschlechtskrankheiten

Diese Kategorie lässt sich ebenfalls bei fast allen Anbietern finden. Sie enthält Medikamente (meist Antibiotika) gegen Krankheiten wie Chlamydien, Tripper, Pilzinfektionen sowie Trichomoniasis. Außerdem können bei einigen Anbietern Selbsttest erworben werden. Damit kann die Frau oder der Mann sich selbst auf Geschlechtskrankheiten überprüfen.

Reisemedizin

Hier lassen sich meist weniger Medikamente finden. Dazu zählen Mittel gegen die Reisekrankheit. Daneben können vorbeugende Medikamente gegen tropische Krankheiten wie Malaria erworben werden.
Allgemeine Medizin und andere Medikamente

Da das Angebot der verschiedenen Anbieter variiert, unterscheiden sich auch die Kategorien. Weitere Kategorien enthalten oft Medikamente gegen Schmerzen im Allgemeinen und Kopfschmerzen im Speziellen, gegen Bluthochdruck, Cholesterin, Diabetes und damit verbundenen Erkrankungen sowie Antiallergika. Daneben gibt es oft Cremes und Salben für Hauterkrankungen wie beispielsweise Gürtelrose.

Dokteronline.com

dokteronlineDoktoronline ist eine Webseite des Unternehmens „eMedvertise N.V.“, welches in den Niederlanden registriert ist. Es untersteht damit den niederländischen Rechtsbestimmungen und Kontrollmechanismen. Seinen Sitz hat der Anbieter auf Curaçao, einer Insel in der Karibik, die zum Königreich der Niederlande zählt. Der Geschäftsführer ist J. Schuitmaker.

Nach eigenem Verständnis ist Doktoronline „simple, einfach und diskret“. Dieses Bild haben auch viele Kunden. Auf Trustpilot, einer bekannten Plattform zum Bewerten von Webseiten und Services, überwiegen die positiven Kundenbewertungen. Der Trust-Score liegt bei 9,7 von 10 möglichen Punkten. Insgesamt wurden über 8000 Bewertungen abgegeben. 88 Prozent der Kunden bewerten den Service mit „hervorragend“. Laut eigenen Aussagen arbeitet Doktoronline nur mit ausgewählten, in Großbritannien zugelassenen Ärzten zusammen. Die Versandapotheke, mit der Doktoronline zusammenarbeitet, ist die größte in Großbritannien. Das Sortiment des Anbieters ist breit gefächert.

Nach der Auswahl des Medikamentes erfolgt eine ärztliche Konsultation. Der Patient füllt dafür einen Fragebogen aus, der anschließend von einem Arzt überprüft wird. Wenn der Arzt das Rezept genehmigt, wird es anschließend an eine Versandapotheke versendet, die das Rezept einlöst und das Medikament verschickt. Die Verpackung des Medikaments ist diskret. Bei Doktoronline wird der Fragebogen umgehend an einen Arzt versendet. Ab Bezahlung dauert es von der Ausstellung des Rezepts bis zur Ankunft der Ware zwischen zwei bis vier Werktagen.

Da Doktoronline lediglich mit approbierten Ärzten aus Großbritannien und einer großen Versandapotheke aus Großbritannien zusammenarbeitet, gibt es keine rechtlichen Bedenken.

Fernarzt.com

Fernarzt wurde von Dr. Ahmed Wobi gegründet. Seinen Sitz hat das telemedizinische Start-up in London.
Das Sortiment von Fernarzt umfasst eine Vielzahl von Medikamenten. Im Sortiment sind beispielsweise Verhütungsmittel und Medikamente gegen vorzeitigen Samenerguss, Geschlechtskrankheiten, Akne, Migräne, Vaginalpilze, Gürtelrose sowie Bluthochdruck. Bei der Bestellung wählt der Kunde zuerst das Medikament aus. Anschließend gibt er seine Lieferadresse und Daten zum Bezahlen an.

Als Bezahlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung: Rechnung, Lastschrift, Raten, Kreditkarte oder eine sofortige Bezahlung. Nachdem die erforderlichen Daten eingegeben sind, muss der Kunde einen kurzen Fragebogen ausfüllen. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert drei bis fünf Minuten. Der Fragebogen wird anschließend von einem in der EU zugelassenen Arzt überprüft. Fernarzt arbeitet mit Ärzten zusammen, die in Großbritannien zugelassen sind und durch die englische Ärztekammer kontrolliert werden.

Beim Kontrollieren der Fragebögen achtet der Arzt darauf, dass das Medikament zu den Beschwerden passt und das keine Kontraindikationen auftreten. Danach wird das Rezept ausgestellt und an eine Partnerapotheke in den Niederlanden geschickt. Das Rezept wird in der Versandapotheke eingelöst und das Medikament anschließend zum Kunden gesendet. Das Medikament wird mit DHL geliefert. Das Paket ist neutral und diskret verpackt. Es dauert ein bis drei Tage, bis die Lieferung beim Kunden ankommt.

Bei Fernarzt fallen die Kosten für das Medikament und für die Behandlung an. Der Versand ist somit kostenfrei. Die Behandlungskosten hängen vom Medikament ab und liegen zwischen 15 bis 29 Euro. Der Service wird nur für Kunden mit einer Lieferadresse in Deutschland angeboten.

121Doc.com

121doc121Doc ist eine Webseite, auf der Medikamente aus verschiedenen Rubriken erworben werden können. Es hat seinen Hauptsitz in London und gehört zu „Hexpress Healthcare Ltd.“

121Doc ist einer der größten Anbieter. Der Service wird einer Vielzahl an europäischen Bürgern zur Verfügung gestellt. Die Webseite ist in 12 verschiedenen Sprachen verfügbar. 121Doc arbeitet lediglich mit Ärzten zusammen, die innerhalb der EU zugelassen sind. Daher ist das Angebot des Unternehmens legal. Das Unternehmen arbeitet mit einer Versandapotheke aus Großbritannien zusammen.

Der Kunde erhält somit lediglich originale Markenarzneimittel. Von Trustpilot hat der Service 9,3 von 10 möglichen Punkten erhalten. 121Doc wurde von über 4.000 Nutzern bewertet. 81 Prozent gaben dabei die Bewertung „hervorragend“. Im Sortiment des Anbieters lassen sich rezeptfrei und rezeptpflichtige Medikamente finden. Lifestyle-Medikamente bietet 121Doc ebenfalls an. Nutzer haben die Möglichkeit aus den Rubriken Männergesundheit, Frauengesundheit, Sexualgesundheit, Allgemeinmedizin, Reisegesundheit und Hautpflege zu wählen.

Für Männer werden Potenzmittel wie Viagra und für Frauen Verhütungsmittel angeboten. Der Anbieter hat eine breite Produktpalette. Das Verfahren ähnelt dem anderer Anbieter. Der Kunde wählt sein Medikament aus, füllt einen Fragebogen aus und lässt diesen von einem Arzt kontrollieren. Gibt es keine ärztlichen Bedenken, wird das Rezept ausgestellt und an eine Partnerapotheke in Großbritannien geschickt, welche das Medikament versendet.

Wenn die Bestellung vor 17:30 eingeht, bietet 121Doc eine kostenfrei Expresslieferung an, die innerhalb von 24 Stunden beim Kunden ist. Die Kosten für die Lieferung und für die Beratung sind im Medikament schon enthalten. Dadurch sind die Kosten zwar etwas höher als in der Apotheke, doch dafür gibt es keine versteckten Kosten.

Zavamed.com

zavaZavamed ist der größte telemedizinische Dienstleister in Europa. Das Unternehmen wurde 2010 von David Meinertz und Amit Khutti unter dem Namen „DrEd“ gegründet. Es versorgt Kunden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Irland, England und Frankreich mit Medikamenten. Laut eignen Aussagen hatte Zavamed bis 2017 400.0000 deutsche Behandlungen durchgeführt. Im europäischen Raum hat das Unternehmen bisher über zwei Millionen Fernbehandlungen durchgeführt. Das Sortiment umfasst 30 verschiedene Indikationen. Auf der Webseite werden die Rubriken Männergesundheit, Frauengesundheit, Sexualgesundheit, Allgemeinmedizin, Innere Medizin und Reisemedizin aufgeführt.

Die Konsultation erfolgt wie bei anderen Anbietern mithilfe eines Fragebogens, den der Kunde ausfüllen muss. Dieser gibt dem Arzt die wichtigsten Informationen. Genehmigt der Arzt das Rezept, wird dieses zu einer Versandapotheke geschickt, welches die Bestellung versendet. Der Kunde erhält eine Trackingnummer. Die Verpackung ist diskret und neutral. Das Päckchen ist innerhalb weniger Tage beim Empfänger. Zavamed bietet einen Expressversand an, der zusätzlich 10 Euro kostet. Das Medikament ist dann am nächsten Werktag beim Kunden.

Bei Zavamed kann die Bestellung per Kreditkarte, Sofortüberweisung, Ratenkauf, Lastschrift oder per Rechnung bezahlt werden. Über Klarna kann die Rechnung später bezahlt werden. Die Kosten für die Behandlungsgebühren variieren zwischen 9 bis 29 Euro je nach Art der Sprechstunde. Für Tests fallen Behandlungsgebühren zwischen 29 bis 49 Euro an.