Zink Wirkung, Anwendung, Einnahme & Dosierung

ZinkZink unterstützt als Spurenelement zahlreiche Prozesse im menschlichen Organismus. Insbesondere bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen soll der Mikronährstoff eine Rolle spielen. Aber auch für das Immunsystem und für die Zellgesundheit ist Zink unentbehrlich. In Deutschland ist ein Zinkmangel weit verbreitet, da einseitige Ernährungsformen die Nährstoffdichte einschränken. Aus diesem Grund kann eine Substitution mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein.

Die wichtigsten Fakten

  • Zink ist ein Spurenelement und ist an zahlreichen Körperfunktionen beteiligt.
  • Zink werden antioxidative und immunstärkende Eigenschaften nachgesagt.
  • Das Spurenelement kann mithilfe der Nahrung oder mit entsprechenden Präparaten zugeführt werden.
  • Sportler können einen erhöhten Bedarf an Zink haben.
  • Austern, Weizenkeime, Mohn, Kürbiskerne, Edamer und Leinsamen gelten als besonders zinkreich.
  • Ein Zinkmangel wird in Verbindung mit zahlreichen Erkrankungen wie Depressionen, Autoimmunerkrankungen, Wundheilungsstörungen und chronischen Darmerkrankungen gebracht.

Einnahme und Dosierung

  • Die Höchstdosis von Zink beträgt 40 mg täglich.
  • Überdosierungen können zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfen führen.
  • Zink kann in Form von Tabletten (u.a. Brausetabletten und Lutschtabletten), Kapseln und Pulver aufgenommen werden.
  • Das Spurenelement sollte nicht mit hochdosierten Eisenpräparaten kombiniert werden, da das die Zinkaufnahme hemmen kann.
  • Anwender sollten auf eine gute Qualität und Bioverfügbarkeit achten um ihren Tagesbedarf zu decken.

Zinkmangel – ein flächendeckendes Problem

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die Hälfte aller Menschen zu wenig Zink aufnimmt. Dabei ist das Spurenelement für den menschlichen Organismus überlebensnotwendig, denn es regelt unter anderem wichtige Stoffwechselprozesse. Zu einem Zinkmangel kommt es insbesondere durch eine einseitige Ernährung, die dem Körper nicht ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stellt. Die Folge sind Symptome, die sich sehr vielseitig gestalten. Ein leichter Zinkmangel bleibt bei vielen Menschen häufig unentdeckt.

Wie kann ein Zinkmangel erkannt werden?

Ein Zinkmangel wird häufig nicht direkt entdeckt, da es in der Regel zunächst zu unspezifischen Symptomen kommt, die lange Zeit der wirklichen Ursache nicht zugeordnet werden können.

Darunter fallen Beschwerden wie:

  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Verzögerte Wundheilung
  • Entzündliche Hautveränderungen
  • Haarausfall
  • Brüchige Nägel, Fingernägel mit weißen Flecken
  • Pilzinfektionen
  • Störungen der Sinnesorgane
  • Herabgesetztes sexuelles Interesse
  • Blutarmut
  • Depressionen
  • Appetitverlust
  • Stimmungsschwankungen
  • Entwicklungs- und Wachstumsstörungen
  • Hautausschlag
  • Hautläsionen

Zinkmangel: Wer ist besonders gefährdet?

  • Der essenzielle Mikronährstoff ist wichtig, um die Funktion jeder Körperzelle sicherzustellen. Um das zelluläre Gleichgewicht zu halten, sollte Zink deshalb Bestandteil der täglichen Nahrung sein.1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21715515
  • Die Versorgung mit Zink ist insbesondere während der Schwangerschaft, Stillzeit und für Säuglinge sowie Kinder wichtig, um die normalen Entwicklungsprozesse nicht zu stören.2)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20150599
  • Vor allem Menschen mit höherem Lebensalter können unter dem Spurenelementmangel leiden. Dadurch kann es zu Schwächung der Immunfunktion und zu Beeinträchtigung von kognitiven Fähigkeiten kommen.3)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16953331
  • Um eine reibungslose Funktion der Körperprozesse zu ermöglichen, sollte deshalb eine Substitution mittels Nahrungsergänzungsmittel in Betracht gezogen werden. Extreme Mangelzustände können mithilfe einer Zinkinfusion behandelt werden.
  • Ein zu viel an Zink kann sich ebenfalls als negativ erweisen, denn dadurch kann die Physiologie des Organismus aus der Balance geraten.

Blutdrucksenker können zu Zinkmangel führen

Die sogenannten Antihypertensiva nehmen Einfluss auf den körpereigenen Mineralstoffwechsel, Entzündungsgeschehen und den oxidativen Status. An einer Studie aus Polen nahmen 98 Patienten teil, bei denen ein primärer Bluthochdruck neu festgestellt wurde. Sie alle erhielten über 3 Monate hinweg entweder Betablocker, Diuretika, Kalziumantagonisten, Angiotensin II-Rezeptor-Antagonisten oder ACE-Inhibitoren. Forscher bestimmten mithilfe von Blut, Haaren und Urin die Mineralstoffdichte in Bezug auf Zink, Eisen und Kupfer im Körper. Personen, die Diuretika eingenommen haben, zeigten einen reduzierten Zinkanteil in den Erythrozyten und im Serum. Diejenigen Probanden, die mit ACE-Hemmern behandelt wurden, wiesen eine verminderte Zink- und Triglycerid-Serumkonzentration auf. Die Probanden, bei denen Kalziumantagonisten Teil der Behandlung waren, verfügten über eine reduzierte Zinkmenge in den roten Blutkörperchen. Auch die Einnahme von Kalzium-Antagonisten führte zu Körperveränderungen. Bei den entsprechenden Patienten konnten verminderte Tumor-Nekrosefaktor-α-Werte beobachtet werden.

Insgesamt schienen die Blutdrucksenker die Katalase- und Superoxiddismutase-Serum-Konzentrationen abzusenken. Forscher gehen deshalb davon aus, dass eine Monotherapie mit Blutdrucksenkern sowie Zinkstoffwechselveränderungen Einfluss auf den Fettstoffwechsel und den oxidativen Status und nicht zuletzt auf das Entzündungsgeschehen haben.4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30208601

Brauchen wir womöglich mehr Zink als gedacht?

Bis heute wird unter Experten heftig diskutiert, welche Referenzwerte bei Zink gelten sollten. Die Empfehlungen beruhen in der Regel auf den Daten publizierter Studien. Wissenschaftler, die eine Anhebung der empfohlenen Tagesmenge befürworten, sehen den inhibitorischen Effekt unterbewertet, der von Phytat ausgeht.

Phytinsäure hilft Pflanzen dabei, Phosphat anzusammeln, um unter anderem die Photosynthese zu ermöglichen. Was für Pflanzen lebensnotwendig ist, kann bei Menschen womöglich ein Nährstoffdefizit auslösen. Untersuchungen zufolge können phytatreiche Nahrungsmittel, zum Beispiel in Form von Hülsenfrüchten und Getreideprodukten, die Mineralstoffaufnahme hemmen, da diese an das Phytat gebunden werden.

Besonders gefährdet sind Personen, die sich einseitig ernähren und Grundnahrungspflanzen als Hauptnahrungsquelle heranziehen. Eine wissenschaftliche Untersuchung aus Amerika weist darauf hin, dass die Resorption von Zink insgesamt überschätzt wird. Der Studienautor rät deshalb dazu, die entsprechenden Referenzwerte für Frauen, Männer und Jugendliche anzuheben.5)https://academic.oup.com/jn/article/146/6/1276/4584787

Wirkung & Aufgaben im Körper

Zink unterstützt zahlreiche Körperfunktionen dabei, den Organismus bei bester Gesundheit zu halten.

  • Zink trägt dazu bei, dass die kognitiven Fähigkeiten aufrechterhalten werden und das Gehirn auch im zunehmenden Lebensalter fit bleibt.6)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/169533317)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25405366
  • Zink steht dem Immunsystem zur Seite, indem es bedeutende Immunzellen aktiviert. Laut Untersuchungen kann eine gesteigerte Zinkzufuhr Erkältungen effektiv verkürzen.8)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5418896/
  • Zink unterstützt eine reibungslose Verdauung und die Darmflora. Eine Unterversorgung mit dem Spurenelement kann schweren Durchfall verursachen.9)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20150599
  • Zink stellt ein wirkungsvolles Antioxidans dar, welches gegen freie Radikale und die Krebsentstehung kämpft.10)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26251569
  • Zink ist ein Wunderstoff, wenn es um die Gesundhaltung der Haut geht. Das Spurenelement unterstützt die Schutzfunktion und die Regeneration sowie die Wundheilung der Haut. Zudem hat es einen regulierenden Effekt auf den Feuchtigkeitsgehalt.11)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16029676

Geistige Fitness, Konzentration und Gedächtnis

Zink, welches mit der Nahrung aufgenommen wird, landet zu einem wesentlichen Anteil im Gehirn. Dort erfüllt es wichtige Aufgaben, indem es beispielsweise den Ausbau des neuronalen Netzwerkes unterstützt. Forscher gehen deshalb davon aus, dass Zinkmangel die mentale Entwicklung stören kann, wenn er in der Hirnreifungsphase besteht. Zudem konnte beobachtet werden, dass Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft einen Zinkmangel aufwiesen, langsamer dazu lernten und motorisch nicht so fit waren.12)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20150599

Des Weiteren ist Zink wichtig, um die geistige Leistungsfähigkeit aufrechterhalten zu können. So konnten Forscher nachweisen, dass ältere Frauen davon profitierten, wenn sie Zink aufnahmen. Sie zeigten positive Veränderungen sowohl in Hinblick auf ihre kognitiven als auch emotionalen Fähigkeiten. Auch im Zusammenhang mit Depressionen ist die Zinkzufuhr scheinbar von Vorteil.13)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25405366

Immunsystem

Das Immunsystem ist wichtig, um den Körper vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Täglich setzt es sich mit Keimen aus der Umwelt auseinander und sorgt dafür, dass der Körper nicht erkrankt. Zudem ist das Immunsystem dafür zuständig, schadhafte Zellen zu beseitigen. All diese wichtigen Aufgaben kann es nicht mehr bewältigen, wenn es geschwächt ist. Dann zeigt sich auch die Kommunikation, die zwischen den verschiedenen Immunzellen stattfindet, gestört. Dadurch kann es auch zu einer verzögerten Immunreaktion kommen. Das Spurenelement Zink ist in der Lage, die Aktivität der T Helfer Zellen anzuregen. Diese wiederum kümmern sich um die Rekrutierung der B-Zellen, die Antikörper herstellen. Übrigens: Diese wichtige Abfolge wird durch das Fehlen von Zink empfindlich gestört.

Daher ist es äußerst wichtig, dass dem Körper regelmäßig Zink zugeführt wird, um das Immunsystem fit zu halten. Zink, eingenommen durch ältere Menschen, kann dabei helfen, das Immunsystem wieder auf Kurs zu bringen, welches sich durch das höhere Lebensalter geschwächt zeigt.14)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16953331

Regulierung der Verdauung

Der Darm ist der Sitz der Gesundheit. Die Nährstoffe werden durch die Epithelschicht des Darms aufgenommen und zu den Zellen weitergeleitet. Dafür nutzt die Epithelschicht komplexe Vorgänge, die auf Zellteilung, Zellspezifizierung und Beseitigung von überschüssigen Zellen basiert. Zink unterstützt diese komplizierten Mechanismen.

Bei der Entwicklung des Magen-Darm-Traktes kann ein Zinkmangel die Verdauung stark beeinflussen. Durchfallerkrankungen sind dadurch möglich.15)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20150599

Deshalb vermuten Forscher, dass Zink nicht nur die kognitiven Fähigkeiten und das Immunsystem, sondern auch Verdauungsprobleme beeinflussen kann.16)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25878905

Antioxidative Wirkung

Freie Radikale entstehen durch körpereigene Stoffwechselprodukte oder durch den Einfluss von Umweltfaktoren, wie beispielsweise den Tabakkonsum. Diese Radikale bedrohen die Zellgesundheit und beschleunigen den Alterungsprozess. Zink kann als Antioxidans im Körper wirken und freie Radikale einfangen sowie oxidativen Stress vermindern.17)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2585731/

Zink für die Haut – Förderung der Hautgesundheit

Ein Zinkmangel ist besonders gut an der Haut abzulesen. Bereits nach einem kurzen Mangelzustand können Ausschläge, Läsionen und Geschwüre auftreten. Auch Pilzinfektionen und Entzündungsgeschehen sind bei Zinkmangel nicht selten. Die Haut kann nur dann gut heilen, wenn der Körper ausreichend mit Zink versorgt ist. Nicht zuletzt kann ein Mangelzustand auch eine Dermatitis auslösen. Zink spielt insbesondere bei der Zellerneuerung eine wichtige Rolle, weshalb ein Mangel zu zahlreichen Hauterscheinungen führen kann.18)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16029676

Hilfe bei Erkrankungen und Beschwerden

Zink beeinflusst zahlreiche Körperprozesse positiv. Deshalb liegt der Verdacht nahe, dass eine zusätzliche Gabe von Zink auch bei Erkrankungen hilfreich sein könnte. Tatsächlich gibt es viele Krankheitsgeschehen – die Studien zufolge – von einer Anhebung des Zinkspiegels profitieren.

Atemwegsinfektionen

Studien weisen darauf hin, dass die Einnahme von nicht-steroidaler Antiphlogistika (NSAID wie z. B. Ibuprofen) und akute Atemwegsinfektionen das Herzinfarktrisiko anheben können.

In einer taiwanesischen Studie, an der 9.793 Patienten teilnahmen, konnte beobachtet werden, dass die Einnahme von NSAID zu einem 3,4-fach erhöhten Herzinfarktrisiko führte, wenn die Behandlung während einer akuten Atemwegsinfektion stattfand. Wurden während der Infektion keine entsprechenden Arzneimittel eingenommen, zeigte sich ein 2,7-fach gestiegenes Myokardinfarktrisiko.

Wenn kein Infekt zugrunde lag und Probanden NSAID einnahmen, konnte immer noch ein 1,5-fach gestiegenes Risiko festgestellt werden. Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass der Einsatz von NSAID zur Bekämpfung der Symptome während einer akuten Atemwegsinfektion das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen kann.19)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28158479

Mit Blick auf diese Theorie, könnte Zink sich als hilfreich erweisen, denn das Spurenelement scheint sowohl antioxidative als auch anti-inflammatorische Effekte hervorrufen zu können.20)https://link.springer.com/article/10.1007/s10787-017-0309-4

Autoimmunerkrankungen

Forscher rätseln bereits viele Jahrzehnte über die Mechanismen, die hinter Autoimmunerkrankungen stecken. Die aktuelle Studienlage weist darauf hin, dass möglicherweise Zink-Aspartat die Proliferation und Zytokinproduktion präaktivierter humaner T-Zellen in vitro hemmen kann. Das könnte sich auch positiv auf Autoimmunerkrankungen auswirken, bei denen T- Zellen eine große Rolle spielen. Schätzungen zufolge leiden bis zu 8 % der Menschen hierzulande an einer Autoimmunerkrankung. Experten nehmen an, dass sich die Zahl weiter erhöhen wird.21)https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-232018/toleranzinduktion-als-option-auf-heilung/

Wie bereits erwähnt, ist Zink insbesondere für das Immunsystem wichtig. Der Mikronährstoff wirkt sich demnach auf die Bestandteile des angeborenen und des erworbenen immunologischen Systems aus. Nicht zuletzt werden Zink antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen.22)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30012497

Epilepsie

Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen mit Epilepsie auch reduzierte Zinkwerte im Blut aufweisen.23)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2514377424)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23919524

Eine wissenschaftliche Untersuchung, die epileptische Kinder berücksichtigte, zeigte, dass sich durch eine Behandlung mit Zink die Epilepsieanfälle um 31 % vermindern ließen.25)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23103062

Wachstum fördern

Zink scheint positive Effekte in Hinblick auf die Größe und das Gewicht von Kindern zu haben. Der Einfluss war besonders deutlich bei untergewichtigen Kindern oder jenen mit verkümmertem Wachstum zu beobachten.26)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1203681427)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19472600

Zudem wird dem Spurenelement nachgesagt, dass es die Muskelmasse bei Kindern erhöhen kann.

Eine Analyse von Studien legte den Schluss nahe, dass bereits 10 mg Zink täglich, verabreicht über 24 Wochen, zu einem Wachstum von 0,37 cm verhelfen kann. Die Vergleichsgruppe, die lediglich ein Placebo erhielt, konnte keine signifikanten Größenzunahmen verzeichnen.28)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21501440

Gegen Haarausfall

Viele Haarpflegeprodukte enthalten Zink. Das Spurenelement könnte sich tatsächlich als wirksam im Kampf gegen Haarausfall erweisen. Eine klinische Studie fand heraus, dass topisches Zink den Haarwuchs bei Männern optimieren kann. Experten vermuten, dass die antimikrobiellen, antioxidativen, entzündungshemmenden und antiandrogenen Eigenschaften von Zink einen positiven Einfluss auf die Haardichte ausüben können.29)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1293224330)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/320761431)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1113949/

Auch bei Frauen könnte Zink hilfreich sein. Eine Untersuchung an Frauen mit polyzystischem Ovarial-Syndrom (PCOS) belegte, dass die Einnahme von Zink sich positiv auf den Haarausfall auswirkt.32)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26315303

Menschen, die eine Gastroplastie zur Reduzierung von körpereigenem Gewicht durchführen lassen, leiden nicht selten an einem Zinkmangel. Auch dabei kann es zu Haarausfall kommen. Diesbezüglich konnten ebenfalls positive Effekte von Zink beobachtet werden.33)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10731253

Lebergesundheit

Die Leber erfüllt herausragende Aufgaben für den menschlichen Körper, denn sie ist für Entgiftungsprozesse verantwortlich. Menschen mit alkoholischen Lebererkrankungen haben häufig mit einer sehr eingeschränkten Lebensqualität zu kämpfen. Eine Ergänzung mit Zink erwies sich als hilfreich, da das Spurenelement Mechanismen der Leberverletzung hemmte. Dazu gehören der Leberzelltod, oxidativer Stress und eine überschüssige entzündliche Produktion von Zytokin.34)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1262666235)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15920153

Auch Patienten mit Hepatitis C könnten von einer zusätzlichen Zinkzufuhr profitieren. In wissenschaftlichen Untersuchungen gab es Hinweise darauf, dass das Spurenelement den Krankheitsverlauf günstig beeinflusst.36)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23170044

Für Patienten, deren Leberzirrhose nicht auf Alkohol zurückgeführt werden kann, könnte Zink ebenso hilfreich sein, denn die Substanz verhindert offenbar eine übermäßige Kupferakkumulation. Auch dieser Prozess kann sich leberschädigend auswirken.

Chronisches Ermüdungssyndrom

Das chronische Ermüdungssyndrom kann zu Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Depressionen führen. Auch ein Zinkmangel führt zu eben diesen Beschwerden, weshalb Forscher der Frage auf den Grund gingen, ob es eine Verbindung zwischen Zinkmangel und dem chronischen Ermüdungssyndrom gibt.

Eine Studie belegte, dass Menschen mit dem chronischen Ermüdungssyndrom tatsächlich einen niedrigeren Zinkspiegel im Blut aufweisen als gesunde Patienten. Gleichzeitig konnte festgestellt werden, dass der Schweregrad der Erkrankung in Verbindung mit dem Zinkspiegel stand.

Die Studienautoren legten nahe, dass womöglich das Spurenelement Zink dazu beiträgt, die Symptome zu mildern, da es antioxidative und entzündungshemmende Effekte hervorrufen kann.37)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16338007

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED)

Zink nimmt eine elementare Rolle bei der Wundheilung, der Geweberegeneration und der Immunantwort ein. Insbesondere Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen weisen einen niedrigen Zinkspiegel auf. Eine amerikanische Studie, an der 773 Personen mit Morbus Crohn und 223 Menschen mit Colitis ulcerosa teilnahmen, zeigte erstaunliche Ergebnisse. Demnach stand ein Zinkmangel bei Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen in Verbindung mit Krankenhausaufenthalten, Operationen und einer höheren Komplikationsrate. Wenn die Zinkwerte ausgeglichen waren, konnte auch eine Verbesserung der Prognose festgestellt werden. Aus diesem Grund raten die Studienautoren dazu, die Zinkwerte zu beobachten und ein Defizit auszugleichen.38)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27930412

Einfluss auf die Blutgerinnung

Studien an Menschen belegen, dass Zink sowohl bei der Blutgerinnselbildung als auch bei der Blutgerinnselvorbeugung eine Rolle zu spielen scheint, wenn es um die von Thrombozyten sowie dem Blutgefäßlumen abgeleiteten Faktoren geht.39)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17968515

Ein hoher Zinkspiegel und ein niedriger Zinkspiegel im Blut können die Blutgerinnungszeiten beeinflussen. Dadurch kann es zu Beeinträchtigungen der Thrombozytenaggregation kommen, was ungewöhnliche Blutungsmuster nach sich ziehen kann.40)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16943449?dopt=Abstract

In einer wissenschaftlichen Untersuchung konnte beobachtet werden, dass eine Normalisierung des Zinkspiegels sowohl die Blutplättchenaggregation als auch die Blutgerinnungszeit positiv beeinflusste.41)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6801956

Depressionen lindern

Dass zwischen Depressionen und Zinkmangelzuständen womöglich eine Verbindung besteht, wurde schon lange vermutet. Zahlreiche Studien unterstützen die These, dass zu wenig Zink die Erkrankung fördern kann. Mithilfe einer kanadischen Metaanalyse konnte bewiesen werden, dass Depressionen gemeinsam mit einer geringen Zinnkonzentration im peripheren Blut auftreten können. Gegenstand der wissenschaftlichen Untersuchung waren 17 Studien, bei den 1643 depressive Menschen und 804 Kontrollpersonen berücksichtigt wurden. Erstaunlich war, dass die Depressionen umso stärker ausgeprägt waren, je niedriger sich der Zinkspiegel zeigte.42)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23806573

Zink soll antidepressive Eigenschaften besitzen und könnte so die konventionellen Therapieansätze, die auf monobasierten Antidepressiva beruhen, ergänzen. Forscher könnten sich vorstellen, dass die positiven Wirkungen von Zink bei depressiven Menschen darauf zurückgeführt werden können, dass die Signalwege aktiviert werden, die in Verbindung mit der neuronalen Plastizität stehen. Diese Theorie muss jedoch zunächst mithilfe von weiteren Untersuchungen gesichert werden.43)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28299207

Zink könnte neben Depressionen auch Psychosen positiv beeinflussen. Schließlich ist der Mikronährstoff wichtig für alle physiologischen Körpersysteme, wozu auch die neuronalen Funktionen gehören. Wissenschaftliche Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass die Homöostase von Zink auch ausschlaggebend für Erkrankungen wie Psychosen oder Depressionen sein könnte. Ein intrazellulärer Mangelzustand könnte beispielsweise auf eine geringe zirkulierenden Zinkkonzentrationen zurückgeführt werden, der wiederum auf einer Alkoholsucht oder einem altersbedingten Defizit basiert.

Auch Medikamente können die Zinkaufnahme hemmen. Dazu gehören Arzneimittel, die auch von Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen eingenommen werden, wie Antidiabetika, Antazida und Antiphlogistika. Zinkpräparate könnten bei Depressionen eine Schlüsselrolle spielen. Darauf weisen auch Studien an Personen mit schweren Depressionen oder psychotischen Symptomen hin.44)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28713269

Vielleicht ist eine ausreichende und regelmäßige Zinkzufuhr sogar in der Lage, das Depressionsrisiko zu senken. Hinweise darauf geben zumindest 2 prospektive Kohortenstudien aus Australien. Demnach hatten Männer und Frauen, die die höchste Zinkmenge einnahmen, ein um bis zu 30-50 % geringeres Risiko an einer Depression zu erkranken.45)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25012438

Diabetes

Nachgewiesenermaßen leiden Menschen mit Diabetes auch häufig an einem Zinkmangel. Wissenschaftler aus China wollten dem Einfluss von Zink auf kardiale und diabetesbedingte Folgeerkrankungen auf den Grund gehen. Den Ergebnissen zufolge konnte die Einnahme von Zink kardiale und renale oxidative Beschädigungen reduzieren. Wenn die tierischen Probanden hingegen nicht optimal mit Zink versorgt wurden, entwickelten sie besonders häufig eine diabetesbedingte Nierenschädigung. Auch klinische Beobachtungen liefern ähnliche Ergebnisse. Experten geben deshalb die Empfehlung, die Zinkwerte von Diabetespatienten regelmäßig zu beobachten und gegebenenfalls durch Präparate anzupassen.46)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23039870

Diabetiker und Menschen mit einem metabolischen Syndrom weisen ein geschwächtes Immunsystem auf. Dadurch zeigen sich die Patienten anfälliger gegenüber Entzündungen und Krebserkrankungen. In einer Studie erhielten 17 Patienten mit Typ 2 Diabetes und metabolischem Syndrom 8 Wochen lang entweder 30 mg Zink täglich oder ein Placebopräparat. Die Ergebnisse lieferten Hinweise darauf, dass die Supplementierung mit Zink hinsichtlich der Immunantwort im Zusammenhang mit Krebserkrankungen für Menschen mit Diabetes mellitus und metabolischem Syndrom hilfreich sein kann.47)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24403477

Nicht zuletzt deuten wissenschaftliche Untersuchungen darauf hin, dass Zink an mehreren metabolischen Prozessen beteiligt ist. Eine brasilianische Übersichtsarbeit belegt, dass Typ 2 Diabetiker häufig nur einen geringen Zinkgehalt im Organismus aufweisen und gleichzeitig viel des wichtigen Spurenelements über den Urin ausscheiden. Darüber hinaus konnten Forscher beobachten, dass es eine negative Korrelation zwischen den HbA1c-Werten und den Plasma-Zinkkonzentrationen gibt. Präparate mit Zink konnten hingegen die glykämische Kontrolle optimieren. Ablesbar war das auch an den HbA1c-Werten, die sich deutlich reduziert zeigten. Auch hierbei wurde erneut deutlich, dass Zink eine entscheidende Rolle bei der Homöostase von Insulin einnimmt.48)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28138861

Erkältungen

Erkältungspräparate werden häufig mit Zink angereichert. Auch Studien legen den Schluss nahe, dass das Spurenelement bei Erkältungen hilfreich sein kann, nicht zuletzt, da es sich förderlich auf das Immunsystem auswirkt. Eine US-amerikanische Metaanalyse zog sich 3 randomisierte und placebokontrollierte wissenschaftliche Untersuchungen heran. Daran nahmen insgesamt 199 überwiegend weibliche Probanden im Alter von 20-50 Jahren teil. Sie alle litten unter einer Erkältung, 1/3 von ihnen zusätzlich unter einer Allergie. Die Studienteilnehmer nahmen Zinkacetat-Lutschtabletten ein, was zu einer kurzen Erkältungsdauer von maximal 2,94 Tagen geführt hat. Die Teilnehmer gaben an, sonst üblicherweise 7 Tage unter dieser Erkrankung zu leiden. Wie genau sich ein optimales Zinkpräparat bei Erkältung zusammensetzt, muss noch weiter untersucht werden. Auch die Häufigkeit der Anwendung ist noch nicht abschließend geklärt.49)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27378206

Unfruchtbarkeit

Scheinbar spielt Zink auch bei der Fruchtbarkeit und Reproduktion eine Rolle, da ein entsprechender Mangel die Resistenz gegen Gifte aus der Umwelt absinken lässt. Eine Metastudie aus China lieferte Beweise dafür, dass Männer, die an einer geringeren Fruchtbarkeit litten, höhere Werte in Bezug auf Blei und Cadmium aufwiesen. Zudem konnte festgestellt werden, dass sie einen niedrigen Zinkspiegel in der Samenflüssigkeit besaßen.50)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27444304

Auch Kombi-Präparate für mehr Fruchtbarkeit wie Alphabiol enthalten Zink.

Frauengesundheit: Eierstöcke, Gebärmutter & Menstruation

Offenbar gibt es mehrere Wirkungsweisen von Zink, die sich unmittelbar auf die Frauengesundheit auswirken. Grundsätzlich gilt: Hormonelle Dysbalancen sind häufig mit Zinkmangel assoziiert, was die Eierstockfunktion, die Menstruation und die Fruchtbarkeit beeinflussen kann.51)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24559600

Einige Studien haben die These aufgestellt, dass eine Verabreichung von Zink entweder in isolierter Form oder in Verbindung mit Mefenaminsäure in der Lage ist, Menstruationsschmerzen zu lindern, wenn es um die Schwere und Dauer geht.52)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/137507853)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2613214054)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4861396/

Forscher führen das auf die Blockierung des Prostaglandin-Metabolismus in der Gebärmutter durch Zink zurück. Dadurch soll es auch zu Verhinderung der schmerzhaften Unterleibskrämpfe kommen.55)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6574793

Bei Frauen mit Endometriose wächst das Gebärmuttergewebe außerhalb des Uterus, was zu starken Schmerzen führen kann. Auch hierbei zeigen Untersuchungen, dass bei Betroffenen häufig ein niedriger Zinkspiegel im Blut vorhanden ist.56)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25864256

Womöglich könnte neben Selen, Vitamin C und Vitamin E auch Zink die Erkrankungsschwere positiv beeinflussen. Darauf weist zumindest eine Studie hin.57)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25864256

Nicht zuletzt könnte bei Betroffenen mit dem polyzystischen Ovarsyndrom (PCOS) eine zusätzliche Zinkgabe hilfreich sein. Bei ihnen kann eine Insulinresistenz zu einer angekurbelten Produktion von Androgen-Hormonen führen. Dadurch können sich unregelmäßige Menstruationen, Unfruchtbarkeit, Glatzenbildung und erhöhtes Körperhaarwachstum ergeben.

In Studien wurde festgestellt, dass Frauen mit dem polyzystischen Ovarsyndrom mithilfe von Zink ihren Insulinspiegel senken konnten, wodurch sich auch ihre Beschwerden verringerten.58)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2586805959)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26315303

Zink während der Schwangerschaft

Als erwiesen gilt, dass ein reduzierter Zinkspiegel im Blutserum Schwangerschaftskomplikationen nach sich ziehen kann. Dazu gehören Entwicklungsveränderungen, Frühgeburten und die gefürchtete Präeklampsie.

Laut Studien könnte eine Gabe von Zink dabei helfen, das Frühgeburtenrisiko zu mindern und den Fötus vor Alkoholexpositionen zu schützen, die mit einer Fehlentwicklung in Verbindung stehen.60)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2033375261)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25927101

In einer anderen wissenschaftlichen Untersuchung an schwangeren Frauen, die einen niedrigen Zinkspiegel im Blut aufwiesen, konnte festgestellt werden, dass 20 mg Zink täglich – verabreicht in der 2. Schwangerschaftshälfte – sowohl das Gewicht als auch den Kopfumfang von Säuglingen erhöhte.62)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7629954

Infektionen

In einer Studie von amerikanischen Forschern konnte festgestellt werden, dass ein Zinkmangel während einer Infektion ausgeprägte Entzündungen bis hin zu einer Sepsis nach sich ziehen kann. Um das zu beweisen, haben die Wissenschaftler ein Zellkulturen-Modell mit menschlichem Monozyten genutzt.63)https://www.cell.com/cell-reports/fulltext/S2211-1247(13)00016-8

Abnehmen bei Übergewicht

Auch bei Übergewicht könnte Zink eine entscheidende Rolle spielen. Schließlich erfüllt das Spurenelement in den ß- und α-Zellen der Bauchspeicheldrüse bestimmte Aufgaben, wenn es um das Insulin und das Glukagon geht.64)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5383135/

Zink regt die Insulinsekretion und hebt die Insulinsensibilität an. Forscher aus Brasilien zeigten in einer Übersichtsarbeit anhand von 6 klinischen Studien, dass eine Verabreichung von Zink bei stark übergewichtigen Männern und Frauen die Insulinresistenz optimiert.65)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27587022

Auch hier könnte der Umstand hilfreich sein, dass Zink antioxidativ wirkt und so die Körperzellen vor oxidativem Stress schützt. Der Literatur zufolge könnte das auch bei Fettleibigkeit hilfreich im Kampf gegen zahlreiche Erkrankungen sein.66)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28353636

Schmerzen lindern

Womöglich könnte Zink auch dazu beitragen, Schmerzen zu lindern. Diese These scheint nachvollziehbar, denn in Tierversuchen zeigte sich Zink schmerzlindernd.67)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1020860568)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21725314

Bei Mäusen führte die Gabe von Zinksalzen dazu, dass Schmerzen blockiert wurden. Getestet wurde das mit verschiedenen schmerzhaften Reizen.69)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23362003

Ratten, die Probleme mit ihrem Ischiasnerv hatten, konnte eine Injektion mit Zinkchlorid dazu verhelfen, die erhöhte Schmerzempfindlichkeit besser zu ertragen.70)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10208605

Auch beim Menschen konnten positive Effekt erzielt werden. So senkte sich die Häufigkeit und Schwere von Muskelkrämpfen bei Personen mit chronischen Lebererkrankungen.71)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10682870

Warum Zink hilfreich bei Schmerzen sein könnte, dafür gibt es eine konkrete Theorie. Diese besagt, dass eine Bindung an den NMDA-Rezeptor Erleichterung verschafft, da so die Schmerzwege beeinflusst werden.

Parkinson

Eine Metaanalyse aus China betrachtete 11 Studien, wobei insgesamt 822 Parkinson-Patienten und 777 gesunde Personen zu den Studiengruppen gehörten. Dabei konnte belegt werden, dass die Zinkwerte im Blutserum bei Parkinson-Patienten bedeutend geringer waren, als bei den Probanden ohne Parkinson.72)https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs12011-017-0941-2

Zinkwerte bei chronischen Lebererkrankungen

Studien zufolge weisen Menschen mit chronischen Lebererkrankungen bedeutend höhere Mengen an Malondialdehyd (MDA), Stickstoffmonoxid (NO) und CRP im Vergleich zu gesunden Menschen auf. Beobachtungen zeigen auch, dass sich die Serumwerte in Hinblick auf die Antioxidantien Vitamin C und Zink vergleichsweise niedrig zeigen. Das könnte auch der Grund dafür sein, dass erhöhte Entzündungsparameter und ein Anstieg von oxidativem Stress bei entsprechenden Personen nachgewiesen werden können.73)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5713777/

Schlafproblemen lindern

Laut einer Untersuchung der Techniker Krankenkasse schläft jeder dritte Deutsche nach eigenen Angaben nur mittelmäßig bis hin zu schlecht oder sehr schlecht. Das geht einher mit körperlichen Beschwerden wie Muskelverspannungen und Rückenschmerzen. Im Vergleich: Nur 35 % derjenigen Menschen, die gut schlafen, leiden unter den oben genannten Beschwerden. Bei Schlechtschläfern sind es 54 %.

Ein anhaltender Schlafmangel kann zu Stimmungsschwankungen, verminderter Leistungsfähigkeit und Erschöpfung führen.

Zink wirkt sich scheinbar auch auf die Schlafregulation aus, wenn es nach japanischen Forschern geht. Die Forschungsergebnisse liefern Beweise, dass Zink nicht nur die Qualität, sondern auch die Qualität der Nachtruhe verbessern kann.74)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29113075

Hier finden Sie weitere Supplements für besseren Schlaf.

Hörprobleme und Schwerhörigkeit

Das Hören zählt zu den wichtigsten Sinneswahrnehmungen. Patienten mit Tinnitus und Co. sind häufig stark eingeschränkt in ihrem Leben. Anhand von Tierversuchen konnte nachgewiesen werden, dass ein Zinkmangel mit einem beeinträchtigten Hörempfinden verbunden sein kann. Die Normalisierung des Zinkspiegels führte demnach zur Verbesserung der Symptome bzw. zur Beseitigung der Beeinträchtigungen.75)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2393557

Wahrscheinlich kann das auf die schützende Wirkung von Zink zurückgeführt werden.

Zudem konnte festgestellt werden, dass Personen mit Tinnitus eine niedrige Zinkkonzentration im Blut aufweisen.76)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1254403577)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12543156

Das ist besonders interessant im Hinblick auf zukünftige Behandlungsempfehlungen.

Eine Studie legte Ergebnisse vor, wonach eine Zinkgabe von 50 mg pro Tag über 2 Monate hinweg, dazu in der Lage war, die Schwere bei Tinnitus-Patienten um 82 % zu reduzieren.

Auch Menschen mit plötzlicher Taubheit könnten von der Zinkeinnahme profitieren. Bei ihnen steht nicht fest, warum es zu den plötzlichen Beschwerden kommt. Im Rahmen einer Untersuchung konnte beobachtet werden, dass Corticosteron in Verbindung mit Zink zu einer größeren Verbesserung beitrug.78)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20928835

Augengesundheit: Nachtblindheit, Makuladegeneration und diabetische Retinopathie

Viele Menschen fahren abends oder nachts kein Auto mehr, da sie nach eigenen Angaben nachtblind sind. Die Blendeffekte von entgegenkommenden Autos oder im Rückspiegel werden als besonders negativ empfunden. Die Nachtblindheit gilt als Symptom von Vitamin-A-Mangel. Im Rahmen einer Untersuchung konnte festgestellt werden, dass Zink die Wirkung von Vitamin A im Hinblick auf die Nachtsicht verbesserte. Zu den Probanden zählten schwangere Frauen, die einen niedrigen Zinkgehalt aufwiesen.79)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11382658

Insbesondere die Makuladegeneration führt bei älteren Menschen zur Blindheit. Es wird vermutet, dass oxidativer Stress dabei eine Rolle spielt. Studien zufolge könnte eine Zinkgabe den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen, indem das Voranschreiten ausgebremst wird. Das könnte durch Verminderung von oxidativen Schäden an der Netzhaut hervorgerufen werden.80)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1186957281)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4544865/82)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2365249083)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11869572

Auch im Kampf gegen die diabetische Retinopathie, die ebenfalls zur Blindheit führen kann, könnte sich Zink als hilfreich erweisen. Das Spurenelement soll den retinalen Kapillarzelltod und die Neovaskularisation blockieren. Auch diese Vermutung stützt sich auf die These, dass Zink oxidativen Stress und Entzündungen vermindern kann. Diese Faktoren sind auch maßgeblich an der Entwicklung des Krankheitsgeschehens beteiligt.84)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3647550/

Speiseröhrenkrebs

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse weisen darauf hin, dass ein Zinkmangel womöglich auch ein Risikofaktor für Speiseröhrenkrebs darstellen kann. Auch der Krankheitsfortschritt kann – einer chinesischen Übersichtsarbeit zufolge – in Zusammenhang mit einem Zinkmangel gebracht werden. Dafür wäre die Regulierung der sogenannten microRNA-Expression verantwortlich.85)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5199720/

Knochengesundheit

Osteoporose geht mit einer verminderten Knochendichte einher. Als Risikofaktoren gelten niedrige Werte in Bezug auf Kupfer, Eisen und Zink, die im Blutserum nachgewiesen werden können. Dass die Spurenelemente wichtig für die Knochengesundheit sind, zeigt auch eine Metaanalyse, die 8 Studien mit insgesamt 2.188 Probanden betrachtete. Damit konnten Belege dafür gesammelt werden, dass Patienten mit Osteoporose im Vergleich zu gesunden Menschen geringere Zink-, Kupfer-, und Eisenspiegel aufweisen.86)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24908111

Macht Zink für Sportler Sinn?

Sportler beschäftigen sich häufig intensiv mit Nahrungsergänzungspräparaten, die ihnen zu mehr Leistungsfähigkeit und Durchhaltevermögen verhelfen sollen. Womöglich könnte auch Zink die Erholungsprozesse nach einem intensiven Training verbessern. Forscher aus Neuseeland und Australien konnten bei Sportlern direkt nach dem Training eine Erhöhung des Zinkgehaltes im Serum nachweisen. Mithilfe einer Übersichtsarbeit sowie einer Metaanalyse zeigten die gleichen Wissenschaftler, dass die entsprechenden Zinkwerte während der Erholungsphase jedoch bedeutend niedriger waren, als vor dem Sport. Dafür machten sie die stattfindende Zink- Homöostase in Verbindung mit der Muskelregeneration nach dem Sport verantwortlich. Mit weiteren Untersuchungen könnte nachgewiesen werden, ob Zink in der Lage ist, die Regenerationsprozesse im Anschluss an den Sport zu optimieren.87)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27260681

Zudem steht die Frage im Raum, ob Sportler einen höheren Zinkbedarf haben, als Menschen, die sich nicht sportlich betätigen. Das Spurenelement Zink ist wichtig, da es antioxidative Eigenschaften besitzt und das Immunsystem sowie den Energiestoffwechsel unterstützt. Eine unzureichende Zufuhr könnte demnach auch Sportlern zum Verhängnis werden. Mithilfe einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse aus Querschnittsstudien konnte belegt werden, dass die Zinkwerte im Blutserum bei sportlich aktiven Menschen bedeutend geringer waren und das, obwohl sie mehr Zink als die Kontrollpersonen mithilfe der Ernährung aufnahmen. Daraus folgerten die Studienautoren, dass körperlich aktive Personen womöglich einen erhöhten Zinkbedarf besitzen.88)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29164533

Zink Tabletten, Kapsen und Pulver

Zink ist in folgenden Darreichungsformen erhältlich:

  • Kapseln
  • Tabletten
  • Lutschtabletten
  • Brausetabletten
  • Pulver

Zink ist in zahlreichen Darreichungsformen erhältlich. Kapseln und Tabletten sind dabei besonders beliebt. Sie sind fertig dosiert und einfach in der Anwendung. Besonders praktisch ist, dass sie einfach mit auf Reisen genommen werden können. Lutschtabletten eignen sich am besten für unterwegs, da sie einfach im Mund zergehen. Wasser ist dabei nicht notwendig. Brausetabletten, konventionelle Tabletten und Kapseln sollten allerdings mit genügend Flüssigkeit aufgenommen werden. Vielseitiger in der Anwendung ist Zinkpulver, welches entweder in Wasser aufgelöst oder über Speisen wie Joghurt oder Müsli gestreut werden kann. Pulver hat in der Regel den Vorteil, dass es ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Dosierung und Einnahme

Die Dosierung orientiert sich grundsätzlich an der Darreichungsform. Daher ist es immer empfehlenswert, sich die Packungsbeilage aufmerksam durchzulesen. Nicht zuletzt, um unerwünschte Nebenwirkungen und Wechselwirkungen auszuschließen.

Als Richtwert kann die empfohlene tägliche Zinkzufuhr der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herangezogen werden. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass der Zinkbedarf abhängig vom Alter und Gewicht ist.

Die folgenden Richtwerte beziehen sich auf Milligram (mg) pro Tag:

  • Männer: 10 mg
  • Frauen: 7 mg
  • Schwangere ab dem 4. Monat: 10 mg
  • Frauen in der Stillzeit: 11 mg

Mit Nahrungsergänzungsmitteln sollte die empfohlene Höchstdosis von 40 mg täglich nicht überschritten werden. Achtung: Bei entsprechend verarbeiteten Zinkprodukten steht beispielsweise 50 mg Zink-bis-(hydrogen-DL-asparat) für 10 mg Zink. Daher ist es wichtig, die Herstellerangaben genau zu studieren.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann es zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen kommen. Aus diesem Grund sollte die empfohlene Tagesmenge nicht überschritten und die Kombination mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln zunächst auf Eignung überprüft werden.

Nebenwirkungen von Zink

Zink führt überdosiert zu einer Vergiftung, weshalb die empfohlene Höchstmenge unbedingt eingehalten werden sollte. Anzeichen einer Zinkvergiftung sind Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall, Magen-Darm-Krämpfe und Kopfschmerzen. Wird das Spurenelement über lange Zeit überdosiert (mehr als 150 mg pro Tag) können sich Veränderungen im Eisen- oder Kupferdepot zeigen. Auch das Immunsystem kann dadurch beeinträchtigt werden.

Wechselwirkungen

Auf die gleichzeitige Einnahme von hochdosierten Eisenpräparaten (insbesondere auf leerem Magen) sollte verzichtet werden, da so die Zinkabsorption gehemmt werden kann. Gemeinsam mit Eisen aus Lebensmitteln scheint dieser Effekt nicht aufzutreten.

Zink Supplement kaufen

Zinkpräparate sind online und in Apotheken erhältlich. Der Online-Versand bietet Interessenten eine große Auswahl an Darreichungsformen und kombinierten Präparaten. Allergiker und Veganer sollten unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten, um ein Produkt zu erhalten, welches ihren Vorstellungen entspricht. Bei Unsicherheiten kann der Hersteller um Auskunft gebeten werden. Um den Zinkspiegel effektiv anheben zu können, sollten Anwender auf qualitativ hochwertige Produkte setzen. Gerade bei dem Spurenelement Zink spielt die Bioverfügbarkeit eine große Rolle. Insbesondere der Zinkverbindung Zinkgluconat wird eine gute Resorptionsrate nachgesagt. Zinkbisglycinat besticht vor allem durch seine um fast 45% gesteigerte Bioverfügbarkeit im Vergleich zu Zinkgluconat und ist obendrein noch gut verträglich. Deshalb wird häufig dazu geraten, Zinkbisglycinat beim Kauf zu bevorzugen. Hierbei sollen schon geringe Mengen ausreichen, um die Zinkversorgung sicherzustellen.

Zudem scheint die Zugabe der Aminosäure Histidin hilfreich zu sein, da sie resorptionsfördernde Eigenschaften besitzt und so die Bioverfügbarkeit steigern kann. Histidin gilt ebenfalls als hilfreich, da es die Ausscheidung von überschüssigem Zink über die Nieren fördert, was einer Überdosierung entgegenwirkt. Auch Histidin wird als gut verträglich bezeichnet.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, ein Produkt beim Händler des Vertrauens zu kaufen. So erhalten Anwender ein Produkt, welches auf unnötige Zusatzstoffe verzichtet und eine gute Qualität bietet.

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