Astaxanthin Wirkung im Test: Kapseln, Pulver & Tabletten für Sport, Gehirn, Augen und Zellschutz

AstaxanthinAstaxanthin wird aus Algen sowie Krillöl gewonnen und sorgt für die Färbung bei Schrimps, Krebsen und Lachsen. Es ist in der Lage freie Radikale effizient abzufangen und gilt daher als Antioxidant.

Die Substanz Astaxanthin hat einen reduzierenden Effekt auf die Entstehung von DNA-schädlichen Stoffen, da es die Reaktion von Fetten mit freien Radikalen herunterschraubt.

Astaxanthin ist Gegenstand vieler wissenschaftlicher Untersuchungen im Hinblick auf potentielle leistungssteigernde, krebsvorbeugende, antidiabetische, immunstimulierende, kardio-, neuro- und hautprotektive Effekte.

Die wichtigsten Fakten

  • Bei Astaxanthin handelt es sich um ein Carotinoid ohne eine pro-Vitamin A Wirkung.
  • Es wird als eines der stärksten Antioxidantien bezeichnet, da seine antioxidativen Fähigkeiten 10-mal effizienter sind als bei Zeaxanthin, Lutein oder ß-Carotin.
  • Astaxanthin ist in Krillöl, Lachsfleisch und in der Alge Haematococcus pluvialis enthalten.
  • Die Substanz Astaxanthin ist fettlöslich und kann gut mit Omega-3-Fettsäuren kombiniert werden.
  • Astaxanthin ist in der Lage eine protektive Wirkung hervorzurufen, indem es sich in Zellmembranen einlagert.
  • In klinischen Studien konnte eine verbesserte Gedächtnisleistung bei älteren Menschen nachgewiesen werden.
  • Zudem zeigte sich Astaxanthin leistungssteigernd bei Sportlern und erhöhte die Kraftausdauer.
  • Mit der Einnahme von Astaxanthin wird die Produktion des entzündungshemmenden, antidiabetischen Botenstoffs Adiponektin angekurbelt.
  • Wie auch andere Carotinoide wirkt sich Astaxanthin schützend auf die Netzhaut des Auges aus und kann Schäden von UV-Licht vorbeugen.
  • Anwender von Astaxanthin berichten über eine verbesserte Hautbefeuchtung und weniger Hautrötungen nach dem Sonnenbaden.
  • Es kann die Zeugungsfähigkeit verbessern.
  • Astaxanthin kann sich positiv auf den Testosteronspiegel auswirken.
  • Eine direkte Hilfe beim Abnehmen leistet Astaxanthin nicht.

Einnahme und Dosierung

  • In Studien wurde eine Dosis von 4-20 mg/Tag angestrebt.
  • Astaxanthin benötigt 1 bis 2 Wochen, bevor sich die Wirkung im Körper entfaltet. Das liegt daran, dass sich die Substanz zuerst in den Zellmembranen einlagern muss.
  • Zunächst ist eine Anfangsdosierung von 10-14 mg/Tag empfehlenswert. Ab der zweiten Woche kann dann auf 4-6 mg pro Tag reduziert werden.
  • Astaxanthin kann auch über längere Zeit eingenommen werden. Nach einem Einnahmezeitraum von 12 Wochen sollten Anwender die sichtbaren Ergebnisse überprüfen (positive Einflüsse auf das Hautbild, Vitalität und Blutwerte).

Wirkung

Astaxanthin kann sich in Zellmembranen und Mitochondrien einlagern. Dabei erstreckt es sich über die gesamte Doppellipidschicht der Membranen und ragt bis ins Zellinnere und Zelläußere hinein. Dadurch ist es Astaxanthin möglich, freie Radikale abzufangen und mehrfach ungesättigte Fettsäuren vor reaktiven Sauerstoffspezies zu schützen. Durch die sogenannte Lipidperoxidation können toxische und zellschädigende Substanzen entstehen. Mithilfe von Astaxanthin kann dieser Reaktion vorgebeugt werden.

Wissenschaftliche Untersuchungen an Tieren legen den Schluss nahe, dass natürliches Astaxanthin womöglich dazu fähig ist, die Entwicklung von Hautkrebs zu hemmen. Dabei stand die bösartige Entwicklung durch die krebserregende Substanz DMBA und UV-Strahlung im Mittelpunkt der Studie.1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23473626

Neben den potentiell krebshemmenden Eigenschaften aktiviert Astaxanthin das Langlebigkeitsgen FOXO3a, so die Forschungen im Tiermodell. Dennoch kann nicht davon ausgegangen werden, dass durch Astaxanthin die Lebensspanne bei Menschen deutlich verlängert werden kann.2)https://www.sciencedaily.com/releases/2017/03/170328092428.htm

Um einen eindeutigen Beweis liefern zu können, sind klinische Forschungen notwendig.

Die europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) kann Astaxanthin nach derzeitiger Studienlage keine gesundheitlich oder physiologisch relevante Wirksamkeit bei gesunden oder kranken Menschen attestieren. Dafür sieht die Behörde die klinische Forschung als nicht ausreichend belegt an.

Wissenschaftliche Studien und Untersuchungen

Astaxanthin ist Gegenstand vieler wissenschaftlicher Untersuchungen. Im Rahmen der Studien wird die Substanz auf verschiedene positive Wirkungen hin überprüft.

Astaxanthin und Omega 3 Fettsäuren

Omega-3 Fettsäuren zeigen sich in Versuchen sehr anfällig für Reaktionen mit freien Radikalen. Astaxanthin kann einen protektiven Effekt auf die Fettsäuren ausüben. Darüber hinaus ist es in der Lage, eine positive, synergistische Wirkung zu entfalten, sofern es zusammen mit Omega-3 verzehrt wird.

Omega-3-Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle in Zusammenhang mit Herzerkrankungen, Depressionen, Entzündungswerten und hinsichtlich der Gedächtnisleistung. Omega-3-Fettsäuren, die durch Nahrungsergänzungsmittel (Fischöl) eingenommen werden, enthalten Astaxanthin allerdings nur in geringen Mengen. Krillöl hingegen enthält die Omega-3-Fette EPA und DHA und große Mengen an Astaxanthin.

DHA hat einen entscheidenden Nachteil: Sie zeichnet sich durch eine hohe Reaktionsfreudigkeit aus und wird vor allem durch freie Radikale getroffen, bevor es den zelleigenen, antioxidativen Enzymen möglich ist, diese zu entgiften.

Shahidi F, Zhong Y. Lipid oxidation and improving the oxidative stability. Chemical Society Reviews. 2010;39(11):4067-79. PubMed PMID:

Wenn Anwender Fischöl vermehrt einnehmen, lagern sich infolgedessen zunehmend DHA Moleküle in den Zellmembranen ein. Zwar werden dadurch die Membranen der Neuronen stabilisiert und die Signalübertragung zwischen den Gehirnzellen verbessert, jedoch konnten Wissenschaftler einen erhöhten oxidativen Stress in den vorderen Gehirnbereichen in Tierversuchen feststellen. Daran könnte unter Umständen DHA beteiligt sein. Wissenschaftler haben Fischöl auch gemeinsam mit Astaxanthin verabreicht. Ergebnis: Die zelleigenen antioxidativen Enzyme stiegen an und es zeigte sich geringerer Stress durch freie Radikale.3)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/193625764)https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0091305711001511

Das Zusammenwirken von Astaxanthin und Fischöl könnte also wesentliche Vorteile gegenüber der alleinigen Einnahme von Fischöl bieten. Aufgrund von einer fehlenden Studienlage handelt es sich dabei aber um Spekulation. Zunächst gilt es klinische Studien an Menschen durchzuführen, um dieser These auf den Grund zu gehen.

Astaxanthin und Omega-3-Fettsäuren zeigten sich in einer Untersuchung jedoch synergistisch antioxidativ. Sie aktivierten Gene, die im Körper für den antioxidativen Zellschutz zuständig sind.5)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24157545

Oxidativer Stress bei Übergewicht

Menschen, die unter mäßigem und starkem Übergewicht leiden, weisen häufig einen chronisch erhöhten Stresslevel auf. Das ist darauf zurückzuführen, dass freie Radikale eine verringerte antioxidative Kapazität hervorruft.6)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17924865

Forscher fanden in einer doppelblinden, placebokontrollierten, klinischen Studie heraus, dass Astaxanthin eine positive Auswirkung auf die antioxidative Abwehr hat. So nahm die Konzentration von Biomarkern für oxidativen Stress um 29% ab. Verglichen mit dem Placebo sogar um ganze 53%. Diese Ergebnisse deuten auf einen geringeren Stress durch reaktive Sauerstoffspezies hin. Übrigens: Die totale antioxidative Kapazität der Studienteilnehmer stieg um ein 31 % an.

Zu der Studiengruppe gehörten übergewichtige Probanden, denen über 12 Wochen hinweg 20 mg Astaxanthin verabreicht wurde.7)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21964877

Auch in einer weiteren Studie konnten die positiven Effekte von Astaxanthin auf oxidativen Stress nachgewiesen werden. Die Studie wurde erneut doppelblind und placebokontrolliert durchgeführt aber diesmal mit lediglich 5 mg pro Tag. Auch hier waren die Probanden übergewichtig und fettleibig. Die Biomarker Malondialdehyd und Isoprostane sanken um 35% und 65%, während sich die Konzentration des antioxidativen Enzyms Superoxiddismutase (SOD) um 193% erhöhte. Gleichzeitig stieg die totale antioxidative Kapazität um 121% an. Das Überraschende war, dass sich die Wirkungen der beiden Dosen (5 mg bzw. 20 mg) nicht wesentlich voneinander unterschieden.

Dass die Ergebnisse dieser Studie noch prägnanter ausgefallen sind, führen Forscher darauf zurück, dass ein Teil der Probanden sehr übergewichtig war, wodurch sich die Wirkung deutlicher entfalten konnte.

Antioxidativer Schutz für Raucher

Der Konsum von Tabak ist mit großen Mengen an reaktiven, freien Radikalen verbunden, welche Schäden an Zellbestandteilen, Proteinen, Membranen und DNA verursachen können. Darüber hinaus steht er im Zusammenhang mit kardiovaskulären Krankheiten und Krebserkrankungen.(https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1470037/))

Der Tabakkonsum verursacht einen erhöhten oxidativen Stress. Untersuchungen an Rauchern wiesen eine erhöhte Lipidperoxidation, oxidierte Proteine und DNA auf. Daneben zeigte sich, eine beeinträchtige antioxidative Kapazität.8)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25528427

Im Rahmen einer randomisierten, klinischen Studie wurde Rauchern 5, 20 oder 40 mg Astaxanthin täglich über 3 Wochen lang verabreicht.

Im Vergleich mit Nichtrauchern konnten die Wissenschaftler erhöhte Werte in Bezug auf Malondialdehyd und Isoprostan (oxidativer Stress) feststellen. Gegen Ende der Untersuchung haben sich die Isoprostan-Werte jedoch auf die von Nichtrauchern angeglichen. Auch der Malondialdehyd-Wert sank, erreichte jedoch nicht die für Nichtraucher üblichen Werte. Insgesamt verbesserte sich die Menge des antioxidativen SOD Enzyms und die gesamte antioxidative Kapazität im ausgeprägten Maße. Dabei gab es kaum einen Unterschied in der Wirkungsstärke zwischen 20 und 40 mg.9)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21883001

Bereits nach 7 Tagen konnte ein ausreichender antioxidativer Schutz erreicht werden. Das belegen Blutuntersuchungen an Rauchern, die 5 mg Astaxanthin einnahmen

Verbesserung des Immunsystems & Entzündungshemmende Wirkung

Astaxanthin ist in der Lage, Entzündungen zu hemmen und Zellschäden (auch der Immunzellen) zu reduzieren. In einer klinischen Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass der Wirkstoff die natürlichen Killerzellen aktiviert, die im Zusammenhang mit der Krebsabwehr und Zerstörung von virusinfizierten Zellen stehen. Darüber hinaus wirkt Astaxanthin mikrobizid und begrenzt den Schaden durch Infektionen mit H. pylori Bakterien.

Der Wirkstoff Astaxanthin hemmt Enzyme und Signalwege, die in Zusammenhang mit entzündlichen Reaktionen gebracht werden. Diese Kenntnis ist besonders interessant im Hinblick auf chronische Entzündungen bei bestimmten Krankheitsbildern wie Sepsis, Rheumatoide Arthritis, Atherosklerose und Entzündungen im Gehirn. Astaxanthin scheint die Enzyme induzierbare NO Synthase (iNOS) und Cyclooxygenase-2 (COX-2) zu hemmen, die sich bei Entzündungen zeigen. In Untersuchungen fiel auf, dass Astaxanthin die Fähigkeiten der Immunzellen verbesserte, Mikroben abzutöten und aufzunehmen.10)https://www.researchgate.net/publication/ 42834535_Astaxanthin_addition_improves_human_neutrophils_function_In_vitro_study

In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie wurde die Wirkung von 2 mg und 8 mg Astaxanthin auf das Immunsystem untersucht. Zu den Studienteilnehmern zählten junge, gesunde Frauen, die Astaxanthin 8 Wochen lang einnahmen. Nach 4 Wochen konnte eine Abnahme der Konzentration von 8-OHdG im Blutplasma um bis zu 30-40% beobachtet werden.

Bei 8-OHdG handelt es sich um einen Biomarker für DNA Schäden. Dabei gilt: Je geringer die Konzentration des Biomarkers, desto weniger Schäden erleidet die DNA in den Zellen.

Die Studienergebnisse legen den Schluss nahe, dass die antioxidative Wirkung des Astaxanthins als so signifikant bezeichnet werden kann, dass die Substanz imstande ist, die Auswirkungen von freien Radikalen zu reduzieren. In derselben Studie regte Astaxanthin darüber hinaus die zytotoxische Aktivität von natürlichen Killerzellen an. Killerzellen sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems und unterstützen den Körper darin, Krebs abzuwehren und virusinfizierte Zellen zu beseitigen. Forscher diskutieren deshalb den möglichen Einfluss von Astaxanthin auf die Entstehung von Tumoren. Dabei bedarf es jedoch klinischer Studien. Auch ein entscheidender Entzündungsmarker (CRP) sank durch die Gabe von Astaxanthin.

Als optimale Dosis für das Immunsystem gelten zwischen 2-8 mg/Tag.

Antibakterielle Wirkung

In einer Studie wurde Mäusen, die eine Infektion mit Bakterium Helicobacter pylori aufwiesen, Astaxanthin verabreicht. Das Bakterium erzeugt freie Radikale und führt nachgewiesenermaßen zu einem erhöhten Krebsrisiko im Magen-Darm-Trakt. Nach der Einnahme führte Astaxanthin dazu, dass die bakterielle Last und die Entzündung im Magen nachließen, indem die Substanz das Gleichgewicht zwischen den entzündungsfördernden und den entzündungshemmenden Zellen wiederherstellte.11)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10656672

Menschen, die mit H. pylori Bakterien infiziert waren, profitierten von 40 mg Astaxanthin pro Tag. Bei ihnen verringerten sich die Symptome einer Verdauungsstörung.12)https://www.researchgate.net/publication/5384770_Efficacy_of_the_natural_antioxidant_astaxanthin_in_the_treatment_of_functional_dyspepsia_in_

patients_with_or_without_Helicobacter_pylori_infection_A_prospective_randomized_double_blind_and_placebo-con

Alzheimerforschung und Schutz des Gehirns

Neuroprotektion durch Astaxanthin

Auch die Alzheimerforschung hat mögliche positive Auswirkungen von Astaxanthin untersucht. Bei in vitro Versuchen verringerte die Substanz die Neurotoxizität des ß-Amyloid Proteins, indem es über 75% der freien reaktiven Sauerstoffspezies abfing, die Aktivierung in Bezug auf die entzündungs- und zelltodfördernden Signalwege verringerte und nicht zuletzt die Zellvitalität der Neuronen erhöhte.13)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20521980

Wissenschaftler sprechen sich für klinische Studien mit Astaxanthin aus, da sich die positiven Auswirkungen von dem Wirkstoff insbesondere in der frühen Alzheimer-Phase bemerkbar machen könnten.

Eine Untersuchung an Ratten brachte hervor, dass durch Astaxanthin der oxidative Stress und die überschüssige neurotoxische Freisetzung des Neurotransmitters Glutamat verringert werden konnte. Darüber hinaus wirkte die Substanz dem Zelltod entgegen. Im Rahmen der Studie war Astaxanthin in der Lage, Schäden und Folgen eines Schlaganfalls zu reduzieren.14)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2698661/

Verbesserung von Gedächtnis und Gehirnleistung

Gesunden Teilnehmern ab 45 Jahren wurde Astaxanthin verabreicht. Dabei strebten die Wissenschaftler eine Dosis von 6 oder 12 mg eines Extrakte der H. pluvialis Alge an. Während der randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie, die sich über 12 Wochen erstreckte, konnten einige Aspekte der Gehirnleistung verbessert werden. Darunter fielen die Genauigkeit und das Arbeitsgedächtnis.15)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3432818/

In einer weiteren Studie war die Teilnehmerzahl mit 10 älteren Männern recht begrenzt. Die Probanden litten unter Vergesslichkeit. Ihnen wurde über 12 Wochen 12 mg Astaxanthin pro Tag verabreicht. Als Ergebnis erhöhte sich die sogenannte P300 Peak Amplitude. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass Astaxanthin womöglich die Kapazität für Informationsverarbeitung und selektive Aufmerksamkeit optimiert. Aber auch hier bedarf es einer größer angelegten Studie, um ausreichend Beweise zu sammeln.16)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2675019/

Blutzucker und Diabetes

Auch Diabetes steht mit erhöhtem Stress durch freie Radikale in Zusammenhang. Dieser wird insbesondere durch den hohen Blutzuckerspiegel ausgelöst. Durch den vermehrten Stress kommt es entweder zu einer angeregten Produktion von freien Sauerstoffspezies oder zu einer Beeinträchtigung von Abwehrmechanismen. Auch beide Szenarien sind möglich.17)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24905298

In Untersuchungen an Mäusen fiel Astaxanthin durch seine antioxidative Wirkung auf. Es war in der Lage, den oxidativen Stress in den ß-Zellen der Bauchspeicheldrüse zu lindern, welcher durch den erhöhten Blutzucker hervorgerufen wurde. Darüber hinaus wurde der Insulinspiegel angehoben, die Glukosetoleranz optimiert und der Blutzuckerspiegel gesenkt. Diese Studienergebnisse weisen darauf hin, dass von Astaxanthin womöglich eine protektive Wirkung auf die insulinproduzierenden ß-Zellen ausgeht.18)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12688512

In Tierversuchen senkte Astaxanthin den Blutzucker, die Triglyzeride und die freien Fettsäuren. Zudem wurde das gute HDL-Cholesterin und das antientzündliche Adipokin Adiponektin bei Ratten mit dem Metabolischen Syndrom bedeutend erhöht.19)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17074368 

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Auch in Bezug auf kardiovaskuläre Krankheiten wurde die Substanz Astaxanthin untersucht. In einer randomisierten, doppelblind placebokontrollierten Studie wurde gesunden Menschen, die an einer leichten Hyperlipidämie litten, die Substanz verabreicht. Die Dosis betrug 6, 12 oder 18 mg. Die Dosis mit 12 mg erreicht jedoch die beste Wirkung. Sie war in der Lage, die Triglyceride im Blut um 24% zu senken und das gute HDL Cholesterin um 15% anzuheben, während das LDL Cholesterin davon unberührt blieb.20)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19892350

Darüber hinaus stiegen die Adiponektin-Werte an. Diese Botenstoffe haben im Körper eine wichtige Funktion, denn sie wirken antientzündlich, verbessern die Insulinsensitivität, regen die Fettverbrennung an und senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.21)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4303398/

In einer weiteren Studie, die doppelblind und placebokontrolliert durchgeführt wurde, erhielten übergewichtige Probanden über einen Zeitraum von 12 Wochen 20 mg Astaxanthin täglich. Als Ergebnis zeigten sich verminderte LDL-Cholesterin- und Apolipoprotein B Werte. Eine Veränderung der Triglyceride oder der HDL-Werte wurde hingegen nicht beobachtet.22)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21964877

Wirkung auf Krebszellen

Klinische Studien in Bezug auf eine potentiell krebshemmende Wirkung von Astaxanthin existieren nicht. Die Forschungslage stützt sich vor allem auf Zellkulturenexperimente oder Tiermodelle. Bei Tieren kann die Substanz auf mehreren Wegen der Krebsentstehung entgegensteuern. Hier ist vor allem der antioxidative Effekt herausarbeiten, mit dem es gelingt, krebserregenden Eigenschaften von cancerogenen Substanzen und UV-Strahlen entgegenzuwirken. Astaxanthin kurbelt die Funktion von krebstötenden Immunzellen an. Zudem blockiert es laut Untersuchungen die Signalwege in denjenigen Zellen, welche durch ihre übermäßige „Arbeit“ zur Krebsbildung beitragen können.

Mäusen, denen ein Bindegewebstumor eingesetzt wurde, profitierten von Astaxanthin. Bei ihnen verringerte die Substanz die Größe und das Gewicht der Tumore, sofern es 1-3 Wochen vor der Krebsinokulation verabreicht wurde. Dabei kurbelte Astaxanthin die Aktivität von T-Killerzellen an, die infolgedessen das Tumorgewebe angriffen. Zudem wurde die Produktion des immunstimulierenden Botenstoffs Interferon-γ innerhalb der Milz und Lymphdrüsen gesteigert.23)http://www.encognitive.com/files/Antitumor%20Activity%20of%20Astaxanthin%20and%20Its%20Mode%20of%20Action.pdf

Bei Hamstern hemmte Astaxanthin die abnormale Aktivierung des sogenannten JAK/STAT-3 Signalwegs in den betroffenen Zellen, wodurch sie keine Tumore entwickelten. Darüber hinaus minderte die Substanz die Bildung von Metalloproteasen. Diese Enzyme bauen Kollagen ab und spielen eine entscheidende Rolle bei der Invasion und Metastasierung von Krebszellen. Zudem wurde VEGF, ein Protein, welches eine Gefäßbildung vorantreibt und damit auch die bessere Blutversorgung des Tumorgewebes, wurde mithilfe von Astaxanthin unterdrückt.24)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4189964/

Astaxanthin zeigte sich während der Untersuchung effektiver als ß-Carotin und Canthaxanthin, was das Wachstum von Brustkrebszellen bei Mäusen angeht.25)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10470126

Auch die Entstehungsrate von Hauttumoren, die durch UV-Strahlen in Kombination mit der krebserregenden Substanz DMBA hervorgerufen wurden, konnte durch das natürliche Astaxanthin um bis zu 96% reduziert werden.26)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23473626

Auch wenn diese Studienergebnisse vielversprechend klingen, sind sie bisher wenig aussagekräftig. Es fehlt an klinischen Studien, die diese Thesen stützen könnten. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchungen wurde Astaxanthin vorbeugend gegeben. Wird es nach Ausbruch des Tumors verabreicht, konnte eine gegenteilige Wirkung beobachtet werden – das Krebswachstum beschleunigte sich.27)http://ar.iiarjournals.org/content/30/6/2171.long

Darüber hinaus können sich starke Antioxidantien bei diagnostizierten Krebserkrankungen und während einer Chemotherapie kontraproduktiv auswirken.

Einnahmeempfehlungen hinsichtlich Astaxanthin und Krebs (vorbeugend oder therapeutisch) können derzeit nicht gegeben werden. Womöglich besitzt Astaxanthin eine tumorvorbeugende Wirkung, diese kann jedoch nach aktuellem Kenntnisstand nicht anhand von klinischen Studien belegt werden.

Steigerung des sportlichen Leistungsvermögens

Über einen Zeitraum von 28 Tagen nahmen professionelle Rennradfahrer 4 mg Astaxanthin pro Tag ein. Es handelte sich um eine doppelblind, placebokontrollierte Studie. Ergebnis: Durch die Substanz konnten die Probanden ihr Leistungsvermögen verbessern, denn sie erreichten ihr Ziel im Schnitt 2 Minuten schneller. Bei denjenigen Teilnehmern, die das Placebo erhielten, konnte keine bedeutende Verbesserung beobachtet werden. Astaxanthin führte darüber hinaus zu einer Steigerung des Power-Outputs, sodass die Radfahrer in der Lage waren, mehr zu leisten. Warum es zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit kam, konnten die Forscher allerdings nicht feststellen, denn eine Verschiebung in der Verbrennung von Fetten und Kohlenhydraten konnte nicht nachgewiesen werden.28)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21984399

In Tiermodellen konnten Wissenschaftler allerdings eine bevorzugte Fettverbrennung und ein glykogensparender Effekt durch Astaxanthin nachgewiesen werden. Dieser Effekt resultierte im Übrigen auch in einer Steigerung der Ausdauer. Astaxanthin kurbelte die Aktivität des Enzyms Carnitin-Palmitoyltransferase I an, welches entscheidend an der Verbrennung von Fettsäuren beteiligt ist.29)https://www.researchgate.net/publication/5765334_Astaxanthin_improves_muscle_lipid_metabolism_in_exercise_via_inhibitory_effect_of_oxidative_CPT_I_modification

Eine weitere klinische Studie brachte allerdings keine Verbesserung der antioxidativen Kapazität von trainierten Radfahrern hervor. Sie nahmen über 4 Wochen hinweg 20 mg Astaxanthin täglich ein. Die Freisetzung des Troponin T, bei dem es sich um ein Herzmuskelprotein handelt, wurde durch Astaxanthin positiv beeinflusst, was für eine fehlende Stressreduktion spricht.30)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3834092/

Im Rahmen einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie hat Astaxanthin dazu geführt, dass sich eine erhöhte Kraftausdauer an einer Kniebeugemaschine bei den Probanden zeigte. Sie nahmen über 6 Monate hinweg 4 mg Astaxanthin täglich ein und steigerten ihre Wiederholungszahl damit um 27 Wiederholungen, die Placebogruppe hingegen lediglich um 9 Wiederholungen. Das entspricht einem dreifach besseren Ergebnis. Eine Erklärung für diese Leistungssteigerung hatten die Wissenschaftler allerdings nicht. Astaxanthin hatte nämlich keinen Einfluss auf die körperliche Fitness, die Muskelmasse, noch auf die Laktatwerte.

Curt L. Malmsten ÅL. Dietary Supplementation with Astaxanthin-Rich Algal Meal Improves Strength Endurance Carotenoid Science. 2008;13. PubMed PMID:

Auch Fußballspieler waren Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchungen. Ihnen wurde täglich 4 mg Astaxanthin über 90 Tage lang verabreicht. Ergebnis: Es stellten sich geringere Serumwerte der Enzyme Creatinkinase und Aspartat-Aminotransferase dar. Dabei ist davon auszugehen, dass es zu einem geringeren Muskelschaden durch die Einnahme von Astaxanthin kommt.31)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22828460

Hilfe bei Akne und unreiner Haut

Astaxanthin kann alle Hautschichten positiv beeinflussen. Es fördert die Elastizität sowie den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und reduziert Falten. Zudem scheint Astaxanthin das Hautbild zu verbessern und Akne Symptome zu lindern. Im optimalen Fall wird es oral eingenommen und durch eine Creme ergänzt. Klinische Studien belegen die positive Wirkung von Astaxanthin.

In Untersuchungen verbesserte die Kombination aus einer lokalen und oralen Gabe (6mg/Tag) von Astaxanthin die Haut in allen Schichten. Davon profitierten die Korneozytenschicht, die Epidermis, die Basalschicht und die Dermis. Nach einem Anwendungszeitraum von 4 Wochen optimierte sich die Hauttextur der Probandinnen. Nach weiteren 4 Wochen konnte eine Reduzierung von Falten (Krähenfüße um die Augen) beobachtet werden. Darüber hinaus zeigten die Teilnehmerinnen weniger Altersflecken, eine bessere Hautelastizität und einen erhöhten Feuchtigkeitsgehalt. Zuvor litten die Frauen unter einem trockenen Hauttyp.32)http://www.actabp.pl/pdf/1_2012/43.pdf

Aber auch bei männlichen Probanden konnten Verbesserungen beobachtet werden. 6 mg Astaxanthin täglich, über einen Zeitraum von 6 Wochen, führte in einer doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie zu signifikanten Verbesserungen der Falten und Elastizität im Bereich der Krähenfüße. Zudem konnte ein geringerer transepidermaler Wasserverlust nachgewiesen werden.33)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22428137

Eine weitere Studie, die einfachblind und klinisch durchgeführt wurde, belegte eine Verbesserung der Hautelastizität, der feinen Falten und des Feuchtigkeitsgehaltes der Haut. Hierbei nahmen Frauen mittleren Alters 6 Wochen lang 4 mg der Substanz ein.

Yamashita E. The effects of a dietary supplement containing astaxanthin on skin condition. FOOD STYLE 21. 2005;9(9):72. PubMed PMID:

Schützende Wirkung auf das Auge, UV Schutz

Insbesondere blaues Licht und UV-Strahlen steigern die Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies in der Netzhaut. Diese führen zu Schäden an der DNA, Lipidperoxidation, Entzündungsreaktionen und letztendlich zum Zelltod.34)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12601064

Astaxanthin wirkte in Untersuchungen dem Zelltod in der Netzhaut entgegen, welcher durch UV-Strahlen hervorgerufen wird. Zudem reduzierte die Substanz die Entstehung von freien Radikalen und minimierte den Schaden an der Retina um 28%. Astaxanthin lagerte sich in der Netzhaut ein und wirkte dort schützend.35)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24152963

In einer klinischen Studie erhielten gesunde Teilnehmer über 28 Tage hinweg eine Dosis von 4 oder 12 mg Astaxanthin. Dabei verkürzte sich ihre Akkommodationszeit. Dabei handelt es sich um die Anpassung der Sehschärfe beim Umschalten zwischen Nah und Fern. Zudem verbesserte sich die Sehschärfe für die Weitsicht deutlich.36)Nakamura A, Isobe, R., Otaka, Y., Abematsu, Y. Changes in visual function following peroral astaxanthin. Jpn J Clin Opthamol 2004;58:1051–4.

Eine weitere Studie belegte, dass die Augenermüdung bei Menschen, die ihre tägliche Arbeit am Bildschirm verrichteten, geringer ausfiel, wenn sie 6 mg Astaxanthin täglich erhielten.37)Nagaki Y, Mihara, M., Tsukahara, H., Ono, S. The supplementation effect of astaxanthin on accommodation and asthenopia. J Clin Ther Med 2006;22:41–54.

Verbesserung der Fruchtbarkeit

Astaxanthin und Zeugungsfähigkeit

An einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie nahmen Männer mit verminderter Zeugungsfähigkeit teil. Sie erhielten neben der üblichen Therapie zusätzlich 16 mg Astaxanthin täglich oder ein Placebo. Bei denjenigen Männern, die Astaxanthin erhielten, sank der Stress durch freie Radikale und darüber hinaus verbesserten sich die Werte für die lineare Geschwindigkeit der Spermien signifikant. Die Wissenschaftler konnten ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Inhibin B Werte feststellen, die nachweislich die Spermienproduktion hemmen können. In der Astaxanthin- Gruppe wurden 54,5% der Testpaare schwanger. In der Placebogruppe waren es hingegen nur 10,5 %.38)http://www.asiaandro.com/archive/1008-682X/7/257.htm

Wirkung auf Testosteron & Östrogen

Mithilfe von Astaxanthin kann die Umwandlung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron zu Dihydrotestosteron abgeschwächt werden. Das geschieht durch eine Hemmung des 5α-Reduktase Enzyms. Das ist insofern interessant, als das Dihydrotestosteron, sofern eine genetische Veranlagung dazu besteht, den erbbedingtem Haarausfall auslösen kann. Darüber hinaus ist es in der Lage, das Wachstum von Prostatakrebs zu fördern. Astaxanthin steigert die Wirkung des natürlichen 5α-Reduktase Hemmers Saw Palmetto.39)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16093232

In einer klinischen Studie, die allerdings nicht placebokontrolliert durchgeführt wurde, wurde 800 oder 2000 mg Sägepalmenextrakt gemeinsam mit Astaxanthin eingenommen. Zu den Studienteilnehmern zählten gesunde Männer, die das Präparat 14 Tag lang einnahmen. Die höhere Dosis führte zu einer Abnahme des weiblichen Hormons Östrogen und des DHT. Gleichzeitig wurde der Testosteronspiegel um beinahe 40% erhöht.40)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2525623/

Eine Steigerung der Testosteronproduktion konnte jedoch in einer weiteren placebokontrollierten klinischen Studie nicht bestätigt werden, auch wenn sich ein positiver Trend von 38 % zeigte. Aber auch hier fanden die Wissenschaftler eine reduzierte Konzentration von Östrogen und DHT im Blut.41)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4151021/

Abnehmen

Hilft Astaxanthin beim Abnehmen? Nein, das Supplement hilft bei einer Gewichtsreduzierung nicht in besonderer Weise. Zum Abnehmen eignen sich Nahrungsergänzungsmittel wie Chlorella vulgaris besser.

Nebenwirkung, Wechselwirkungen und Risiken

Astaxanthin gilt als sehr sichere Substanz. In keiner klinischen Studie ist es bisher zu Nebenwirkungen gekommen. Das belegte auch eine Untersuchung, bei der täglich über 8 Wochen hinweg 6 mg Astaxanthin eingenommen wurde. Zwar zeigte sich ein geringfügiger Anstieg an Kalzium, Gesamtprotein und an Eosinophilen, was aber nicht von klinischer Bedeutung ist.42)https://www.fda.gov/Error/index.htm

Viele natürliche Substanzen werden nach der Einnahme verstoffwechselt und abgebaut. In einer Untersuchung wurde nach Einnahme von 100 mg Astaxanthin in einer Mahlzeit nach 7 Stunden die maximale Konzentration im Blut nachgewiesen (1,3 mg/L lag).43)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11120445

Somit ist von einer recht hohen Bioverfügbarkeit auszugehen.

Im Durchschnitt liegt die Zeit, bei der die Hälfte des Wirkstoffs im Plasma abgebaut ist, bei 21 Stunden, wobei bei Rauchern ein beschleunigter Abbau von Astaxanthin vorliegt.44)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1112044545)https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1271/bbb.90078#aHR0cDovL3d3dy50YW5kZm9ubGluZS5jb20vZG9pL3BkZi8xMC4xMjcxL2JiYi45MDA3OEBAQDA=

Eine gemeinsame Einnahme mit Fisch- oder Krillöl ist zu empfehlen, da Fette die Bioverfügbarkeit steigern können. Somit wird das Astaxanthin besser vom Körper aufgenommen.46)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3917265/

Astaxanthin kaufen – Kapseln, Tabletten und Pulver

Astaxanthin ist in folgenden Darreichungsformen erhältlich:

  • Pulver
  • Tabletten
  • Kapseln
  • Crème

Die verschiedenen Darreichungsformen bieten auch unterschiedliche Vorteile.

Darreichungsform Vorteile Nachteile
Pulver Kann unkompliziert in Speisen und Getränke gemischt werden. Muss grammgenau dosiert werden.
Tablette Bereits fertig dosiert und ist leicht zu schlucken.

 

Das Astaxanthin ist nicht gelöst und zerfällt dementsprechend schnell, wenn es der Luft ausgesetzt wird. Einen Hinweis darauf gibt die Verfärbung der Tablette.
Kapsel Bereits fertig dosiert. Beliebteste Einnahmeform ist die Gel-Kapsel, da der Wirkstoff in Oliven- oder Distelöl gelöst ist. Dadurch ist der Wirkstoff länger verfügbar und zerfällt nicht. Vegetarier und Veganer sollten auf die Inhaltsstoffe achten, da tierische Gelatine enthalten sein kann.
Creme Unkomplizierte Anwendung direkt auf der Haut. Wirkungsweise lokal begrenzt. Es empfiehlt sich eine Kombination mit oral einzunehmenden Produkten, um die Wirkung zu verstärken.

Beim Kauf von Astaxanthin sollten Kunden besonders auf hochwertig verarbeitete Rohstoffe achten und die Produkte nur von einem Händler ihres Vertrauens beziehen. Das gilt umso mehr, da hier keine Bio-Variante verfügbar ist. Das liegt daran, dass alle Astaxanthin-Produkte das natürliche Astaxanthin aus Grünalgen enthalten. Diese wachsen jedoch nicht in der EU, weshalb keine EU-Bio-Zertifizierung existiert. Eine gute Nachricht gibt es aber für Menschen mit einer Lebensmittelallergie. Die Produkte enthalten weder Gluten noch Laktose. Bei einem qualitativ hochwertigen Produkt sind keine bedenklichen Zusatzstoffe enthalten. Vegetarier und Veganer sollten hingegen einen genauen Blick auf die Zutatenliste werfen, damit ihr Produkt keine tierische Gelatine enthält.

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