Flohsamen & Flohsamenschalen: Wirkung, Anwendung, Dosierung – Studien und Tests

Flohsamen und Flohsamenschalen sind vor allem bei Menschen sehr beliebt, die unter einer chronischen Verstopfung leiden. Die löslichen und unverdaulichen Ballaststoffe befinden sich in den Samenschalen und helfen dabei den Stuhl weicher zu machen.

Damit kann die Darmpassage einfacher bewältigt werden. Auch Patienten mit Stuhlinkontinenz können von der Einnahme profitieren.

Die wenigsten Menschen wissen jedoch, dass Flohsamen auch eine blutzuckerregulierende und cholesterinsenkende Wirkung nachgesagt werden. In Studien wird zudem untersucht, ob Flohsamenschalen unterstützend bei einer Diät eingesetzt werden können.

Flohsamen bringen nicht nur den Darm in Schwung

Die wichtigsten Fakten

  • Die Ballaststoffe aus den Flohsamenschalen sind unverdaulich. Auch Darmbakterien gelingt es nicht, die Schalen zu fermentieren. Stattdessen bildet sich aus den Bestandteilen eine Art Gel, womit der Körper den Stuhl geschmeidiger fortbewegen kann.
  • Flohsamenschalen erhöhen den Feuchtigkeitsgehalt des Stuhls und sorgen für eine weichere Konsistenz.
  • Laut Studien kann durch die Einnahme von Flohsamen die Häufigkeit des Stuhlgangs positiv beeinflusst werden, ebenso wie das Schmerzempfinden beim Toilettengang.
  • Forscher stellten in Untersuchungen fest, dass sich die natürliche Alternative genauso wirksam zeigte, wie die Abführmittel Polyethylenglykol 3350 und Docusat-Natrium.
  • Durch die Regulierung des Stuhlgangs können Flohsamenschalen auch Menschen helfen, die unter einer Fäkalinkontinenz leiden. Auch hier konnte in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden, dass die Schalen mit einem entsprechenden Medikament (Loperamid) mithalten können.
  • Im Gegensatz zu manchen Abführmitteln treten keine Gewöhnungseffekte oder starke Nebenwirkungen ein.
  • Flohsamen werden von einigen Anwendern eingenommen, um das Sättigungsgefühl zu fördern. 30 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen, können die Flohsamen scheinbar die Absorption von Zucker ausbremsen und somit den raschen Blutzuckeranstieg verhindern.
  • Der natürlichen Alternative wird ebenfalls nachgesagt, dass sie in der Lage ist, appetitanregende Botenstoffe zu reduzieren.
  • Besonders empfehlenswert ist die Einnahme von Flohsamen während einer Low-Carb Diät, um Ballaststoffe aufnehmen zu können.
  • Flohsamenschalen können den glykämischen Index von Nahrungsmitteln positiv beeinflussen und werden daher auch von Diabetikern eingenommen.
  • Flohsamen können Beobachtungen zufolge Gallensäure binden und die Ausscheidung aus dem Körper anregen. Dadurch wird der Cholesterinverbrauch in der Leber angekurbelt.
  • In Studien wurde festgestellt, dass Flohsamen das „böse“ Cholesterin (LDL-Cholesterin) senken kann.
  • Trotz der positiven Untersuchungsergebnisse können Patienten mit Cholesterinproblemen mithilfe von Flohsamen nicht auf cholesterinsenkende Medikamente oder eine angepasste Ernährung verzichten.
  • Interessierte sollten bei dem Kauf auf den angegebenen Vermahlungsgrad achten, denn eine feinere Produktqualität sorgt für ein besseres aufquellen.
  • Zu bevorzugen sind indische Flohsamen mit einem Reinheitsgrad von mindestens 95 %.

Einnahme und Dosierung

  • Anwender können zwischen 5-15 g täglich aufnehmen, höchstens aber 1 bis 2 Teelöffel pro Einnahme.
  • Besonders wichtig ist die gleichzeitige Zuführung von Wasser, Flohsamen sollten in keinem Fall trocken eingenommen werden.
  • Vor der Einnahme sollten die Flohsamen zur Lösung in eine Flüssigkeit (am besten Wasser) gegeben werden. Nach dem Aufquellen sind sie zum Verzehr bereit.
  • Als Orientierungshilfe gilt: 3 g Flohsamen sollten in 250 ml Wasser gelöst werden.
  • Flohsamenschalen können mit einer Low-Carb Diät oder mit anderen Ballaststoffen (Glucomannan) kombiniert werden.
  • Zudem eignen sich Flohsamenschalen zur Ergänzung einer niedrigglykämischen Diät bei Blutzuckerproblemen.
  • Medikamente sollten mit einem Abstand von einer Stunde eingenommen werden.
  • Bevor Flohsamen zur Regulierung der Darmaktivität verzehrt werden, gilt es zunächst mit einem Arzt abzuklären, ob eine medizinische Ursache zur Verstopfung führt.
  • Ein Darmverschluss ist eine Kontraindikation. Personen mit dieser Diagnose sollten keine Flohsamenschalen einnehmen.

Testsieger – Empfohlene Produkte

Was sind Flohsamenschalen?

Das Aussehen von Flohsamen erinnert an die kleinen Insekten, weshalb das Naturprodukt seinen Namen verdient. Die winzigen Früchte der uralten Heilpflanze Plantago ovata, wie die Flohsamenpflanze auch genannt wird, sind in Nordafrika und Südwestasien beheimatet. Die bekömmlichen Samen werden hierzulande bereits seit Jahrzehnten zur natürlichen Regulierung der Darmfunktionen eingesetzt. Übrigens: Nicht nur bei Verstopfung, sondern auch bei Durchfall helfen Flohsamenschalen.

Flohsamen Wirkung

Besonders bekannt sind Flohsamen hinsichtlich ihrer positiven Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Aber auch für Menschen mit Cholesterin- und Blutzuckerproblemen scheinen die Früchte der Heilpflanze Linderung zu versprechen. Nicht zuletzt werden Flohsamenschalen auch dahingehend untersucht, ob sie eine Gewichtsabnahme unterstützen können.

Regulierung der Darmtätigkeit

Die meisten Menschen haben mindestens einmal in ihrem Leben mit Verstopfung zu kämpfen. Einige Patienten leiden sogar unter chronischen Verstopfungen. Die Ursache können zugrunde liegende Erkrankungen sein oder eine ballaststoffarme Ernährung. Auch der weitverbreitete Bewegungsmangel durch berufliche Aktivitäten, die überwiegend im Sitzen stattfinden, können die Bewältigung der Darmpassage erschweren. Flohsamenschalen gelten als natürliche Alternative zu nebenwirkungsreichen Abführmitteln, die einen Gewöhnungseffekt auf den Körper ausüben können.

In Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass der überwiegende Anteil der Flohsamen nur eingeschränkt von Darmbakterien abgebaut werden kann. Etwa 10-15 % der Flohsamenmasse können durch die körpereigenen Bakterien gar nicht zersetzt werden.1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/240053632)https://academic.oup.com/jn/article/132/9/2638/4687853

Der überwiegende Anteil der Flohsamen bleibt erhalten und stellt sich im Darmtrakt als Gel dar, welches den Wasseranteil des Stuhls erhöht. Durch den weicheren Stuhl gelingt eine bessere Bewältigung der Darmpassage. Auch wenn das kleine Aussehen der Flohsamen es nicht vermuten lassen, enthalten auch sie verschiedene Wirkstoffe, die auf die sogenannten Muskarinrezeptoren und Serotoninrezeptoren im Darm wirken. Das Ergebnis: Die Darmbewegung wird angeregt und dem Patienten fällt es leichter Stuhl abzusetzen.3)https://www.researchgate.net/profile/Anwar-ul_Gilani/publication/47809814_Pharmacological_Basis_for_the_Medicinal_Use_of_Psyllium_Husk_Ispaghula_in_Constipation_and_Diarrhea/links/5556aa8b08ae980ca60c96eb.pdf/download?version=vs

Vor der Einnahme sollten Betroffene jedoch unbedingt abklären, was die Ursache der Verstopfung ist. Bei einem Darmverschluss oder Entzündungen im Magen-Darm-Trakt sollten Flohsamenschalen nicht eingenommen werden.

Studienlage bei Verstopfungen

Es gibt verschiedene Studien, die die These stützen, dass die Einnahme von Flohsamenschalen bei Verstopfung sinnvoll sein kann. So konnte beispielsweise bei Kindern, die an einer Verstopfung ohne eine vorliegende Grunderkrankung litten, festgestellt werden, dass sich in beiden Behandlungsgruppen die Obstipation (Verstopfung) bei 80 % der Kinder besserte. Zuvor teilten die Forscher die Kinder in zwei Versuchsgruppen ein. Die eine erhielt ein Präparat, bestehend aus Flohsamenschalen, Fructose und Akazienballaststoffen, während in der anderen Gruppe das Abführmittel Polyethylenglykol 3350 verabreicht wurde.4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22677568

An einem weiteren Versuch, der doppelblind und placebokontrolliert durchgeführt wurde, nahmen Probanden teil, die an einer idiopathischen Obstipation litten. Dabei handelt es sich um eine stressbedingte Verdauungsproblematik. Auch hier wurden wieder Flohsamen mit einem Abführmittel verglichen. Das Ergebnis: 5 g Flohsamen, zweimal täglich eingenommen, führten bei den Studienteilnehmern zu einem weicheren Stuhl und wirkten besser abführend als das verabreichte Abführmittel (Docusat-Natrium).5)https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1046/j.1365-2036.1998.00336.x

Eine kleine placebokontrollierte Studie rückte ebenfalls Probanden mit idiopathischer Verstopfung in den Mittelpunkt. Hier zeigte sich, dass sich nicht nur das Gewicht und die Konsistenz, sondern auch die Häufigkeit des Stuhlgangs positiv veränderte. Die Studienteilnehmer berichteten zudem über weniger Schmerzen beim Toilettengang.6)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8824651

Fäkalinkontinenz

Bei einer Fäkalinkontinenz sind Betroffene nicht mehr in der Lage, den Stuhl zu halten, was verschiedene Ursachen haben kann. In einer Studie wurde Senioren über 4 Wochen hinweg entweder das Medikament Loperamid oder Flohsamenschalenpulver verabreicht. Bei denjenigen Versuchspersonen, die das Medikament einnahmen, zeigten sich positive Effekte aber auch Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen oder Verstopfung. In der Flohsamenschalengruppe hingegen verbesserte sich die Symptomatik im gleichen Maße.7)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26347971

Im Vergleich zu anderen Ballaststoffen (Carboxymethylcellulose, Gummi arabicum) zeigte sich, dass ausschließlich der Flohsamenfaserstoff in der Lage war, die Lebensqualität der 180 Teilnehmer mit Fäkalinkontinenz zu verbessern und die Fälle von unerwünschter Stuhlabsetzung zu verringern.8)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4296893/

In einem weiteren Versuch nahmen Menschen mit einer obstruktiven Entleerungsstörung nach einer Operation 3,5 g Flohsamenschalen täglich ein oder ein entsprechendes Placebo. Dabei konnten die Forscher feststellen, dass die Patienten durch die Flohsamen unter weniger Verstopfung und Inkontinenz litten.9)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26325116

Reizdarmsyndrom & Durchfall

Das Reizdarmsyndrom kann sehr belastend sein und betrifft etwa 10 % der Menschen hierzulande. Symptome sind Schmerzen im Bauchbereich, Verstopfung und Durchfall. Die genaue Ursache der Beschwerden ist bis heute nicht geklärt. Die mangelnde Kenntnis über die exakten Auslöser machen eine Therapie bis heute schwer. Diabetiker und Personen mit einer Glutenunverträglichkeit leiden besonders häufig unter dem Reizdarmsyndrom. Zudem konnte festgestellt werden, dass diese Thematik nach einer längeren Antibiotikagabe auftritt, infolge einer gestörten Darmflora.

Im naturheilkundlichen Bereich gehen Experten schon länger davon aus, dass lösliche Pflanzenfasern bei dem Reizdarmsyndrom hilfreich sein können. Dabei scheint es aber stark davon abhängig zu sein, um welche Art von Pflanzenfasern es sich handelt. Das konnte auch in einer Untersuchung an der Universität Utrecht nachgewiesen werden. Dort wurden 275 Menschen mit Reizdarmsyndrom untersucht. Als Ergebnis konnte festgehalten werden, dass die Flohsamenschalen wesentlich zur Verbesserung der Beschwerden beitrugen, sogar besser als Hafer-Kleie.

Zum Einsatz kamen 10 g Flohsamen, zweimal täglich eingenommen, über 12 Wochen hinweg. In der zweiten Untersuchungsgruppe erhielten die Patienten Hafer-Kleie und in der Placebogruppe wurde ein Präparat mit Reismehl eingenommen. Schlussendlich konnte festgehalten werden, dass sich bei den Probanden, die Flohsamen eingenommen hatten, die Symptome um 90 % reduzierten.10)http://www.bmj.com/content/339/bmj.b3154

Blutfettwerte & Cholesterin

Durch eine Messung der Blutfettwerte erhalten Mediziner eine genaue Auskunft über den Gehalt von verschiedenen Lipiden im Blut. Dazu zählen auch Cholesterin und Triglyzeride. Eine Erhöhung der Blutfettwerte wird mit zahlreichen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Zum Beispiel kann ein zu hoher Cholesterinspiegel eine Arterienverkalkung verursachen, die wiederum zu kardiovaskulären Erkrankungen führt.

Flohsamen wurden bereits auf ihre cholesterinsenkenden Eigenschaften in den sechziger Jahren untersucht. Sie sind in der Lage, Gallensäuren im Dickdarm zu binden und die Ausscheidung voranzutreiben. Als Folge kurbelt die Leber die Gallensäureproduktion an, woran das Enzym Cholesterol 7 Alpha-Hydroxylase beteiligt ist. Dafür wird Cholesterin als Substrat benötigt.11)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7876920

Studienlage in Bezug auf Lipoproteine

Im Rahmen einer Metaanalyse wurden 21 doppelblinde, placebokontrollierte Studien betrachtet und ausgewertet mit dem Ziel, die Wirkungen von Flohsamen auf den Cholesterinspiegel zusammenzufassen. Die Studienautoren kamen zu dem Schluss, dass eine Herabsetzung des Gesamtcholesterins um 0,375 mmol/L und des „schlechten“ LDL-Cholesterins um 0,278 mmol/L erfolgen konnten, wenn 3-20 g Flohsamen täglich eingenommen wurden. Tendenziell zeigte sich eine höhere Menge auch wirkungsvoller aber nur bis zu einer Verabreichung von 20 g täglich.12)https://www.nature.com/articles/ejcn200849

Wenn die Ergebnisse der Cholesterinreduktion übertragen würden, sollte darauf eine Verminderung des kardiovaskulären Risikos bei 40-jährigen um 25 % erfolgen. In Hinblick auf ein höheres Patientenalter von 70 Jahren würde das immerhin noch eine 10-prozentige Risikosenkung bedeuten.13)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8031684

Längerfristig eingenommen konnten die Flohsamenschalen nochmals die LDL- Cholesterinwerte optimieren. Nach anderthalb Jahren wurde so eine Senkung der durchschnittlichen Werte von 4,31 mmol/L auf 3,1 mmol/L beobachtet.

Auch neuere Studien belegen die These, dass sich Flohsamen positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken können. In einem Versuch wurden Kindern und Jugendlichen Flohsamenschalen verabreicht und zwar in einer Dosierung von 7 g täglich über einen Zeitraum von 8 Wochen. Forscher konnten im Anschluss feststellen, dass sich das Gesamtcholesterin um 7,7 % gesenkt hatte. Auch das LDL-Cholesterin konnte um 10,7 % herabgesetzt werden. Unerwünschte Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet.14)https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/effects-of-psyllium-on-ldlcholesterol-concentrations-in-brazilian-children-and-adolescents-a-randomised-placebocontrolled-parallel-clinical-trial/5D0DFA99D9C9914DC40E2320AC372AB2

Insbesondere für übergewichtige Kinder könnten Flohsamen interessant sein, da Untersuchungen zufolge bereits 6 g Flohsamen täglich ausreichen, um das LDL-Cholesterin um 6 % zu senken.

Während sich die Wirkung auf das böse Cholesterin relativ eindeutig zeigt, bleibt offen, wie sich Flohsamen auf das „gute“ (HDL) Cholesterin auswirken. Die Studienlage bleibt hinsichtlich dieser Wirkung fragwürdig, denn es konnten sowohl keine Veränderungen, leichte Senkungen oder sogar starke Erhöhungen der entsprechenden Werte beobachtet werden.15)https://www.nature.com/articles/ejcn20084916)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/974764417)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2533348/

In einem Studienzeitraum von 12 Wochen wurde beobachtet, dass das Medikament Simvastatin scheinbar sinnvoll durch Flohsamen ergänzt werden kann. 10 mg des Medikamentes gemeinsam mit 15 g Flohsamen eingenommen, konnten als ebenso hilfreich beurteilt werden, als eine höhere Medikamentendosis (20 g täglich ohne die Verabreichung von Flohsamen). Zudem zeigte sich die Absenkung des LDL-Cholesterinspiegels bei den Probanden deutlicher, wenn sie Flohsamen eingenommen hatten.18)https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/486567

Studienlage in Bezug auf Triglyzeride

Auch im Hinblick auf die Triglyzeride wurden Studien durchgeführt. An einem Versuch nahmen Typ 2 Diabetiker teil, die über einen Zeitraum von 2 Monaten täglich 10 g Flohsamen einnahmen. Sie besaßen im Vergleich zur Placebogruppe niedrigere Triglyzeridwerte.19)https://www.nature.com/articles/ejcn200960

In einer anderen Studie, die doppelblind und placebokontrolliert angelegt wurde, konnte eine Reduzierung der Triglyzeride von 158 mg/dL auf 137 mg/dL (das entspricht 14%) beobachtet werden. Um die Effekte zu erreichen, nahmen die Probanden täglich 15 g Flohsamen ein.20)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9747644

Zudem konnte beobachtet werden, dass bei Studienteilnehmern, die 15 g Flohsamen gemeinsam mit einer Mahlzeit einnahmen, die Triglyceride im Blut deutlich geringer anstiegen, als bei einer kleineren Menge von 3 g Flohsamen. Diese Ergebnisse sprechen dafür, dass die Ballaststoffe der Flohsamenpflanze womöglich die Fettsäurenaufnahme aus der Nahrung bremst.21)https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/acute-effects-of-psyllium-on-postprandial-lipaemia-and-thermogenesis-in-overweight-and-obese-men/604B0053D16C658533477FBF639A635F

Blutzuckerprobleme und Diabetes

Besondere Bedeutung wird den Ballaststoff Psyllium aus der Flohsamenpflanze zugesprochen. Er soll die Glucoseaufnahme im Darm positiv beeinflussen und die Absorption sowie den Blutzuckeranstieg verlangsamen, wenn kohlenhydratreiche Nahrungsmittel aufgenommen werden. Dabei wird angenommen, dass Flohsamen nicht als Kohlenhydratblocker fungieren, sondern vielmehr den glykämischen Index der verzerrten Kohlenhydrate senkt.22)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10805831

Auch hierzu wurden Studien durchgeführt.

Typ 2 Diabetiker nahmen über mehrere Wochen hinweg Flohsamen mit einer Dosierung von 16 g täglich auf. Zum Ende der Studie wurde der Anstieg des Blutzuckers nach einer Nahrungsaufnahme gemessen, wobei die Probanden 3,5 g Flohsamen einnahmen. Dabei konnte eine Reduktion des Blutzuckeranstiegs um 12 % beobachtet werden. Langfristig schien die Einnahme das Glykohämoglobin HbA1c zu reduzieren, welches bei Diabetikern erhöht ist. Damit gelang es den Forschern, die letzten 8 Wochen der Entwicklung der Blutzuckerwerte nachzuvollziehen. Insgesamt ließ sich festhalten, dass die Flohsamen bei den Probanden den Blutzuckerspiegel senkten und den Urinzucker reduzierten. Zudem konnte festgestellt werden, dass sich der C-Peptid-Wert ebenfalls herabgesetzt darstellte. Das ist deshalb so wichtig, weil er direkt mit dem Insulinspiegel verknüpft ist.23)https://www.nature.com/articles/1601398

Im Rahmen einer doppelblind, placebokontrollierten Studie wurden nochmals Typ 2 Diabetiker untersucht. 49 Teilnehmer nahmen täglich zweimal 5 g Flohsamen, jeweils 1 Stunde vor dem Frühstück und Abendessen, ein. Nach dem Untersuchungszeitraum von 8 Wochen zeigte sich, dass die Probanden ihr verordnetes Medikament Metformin besser vertrugen. Zudem wurden die Nüchternzucker- und HbA1c Werte sowie die Cholesterinwerte, im Gegensatz zur Vergleichsgruppe, positiv beeinflusst.24)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16154305

Auch beim Vergleich zwischen dem Diabetesmedikament Acarbose, welches Kohlenhydrate blockieren soll, und der Verabreichung von Flohsamen (15 g) gab es hinsichtlich der Wirkungsausprägung kaum einen Unterschied. Die Einnahme wurde auf den Zeitraum vor einer Mahlzeit gelegt. Dabei konnte beobachtet werden, dass beide Behandlungsoptionen den Blutzuckeranstieg reduzierten.25)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9650328

Interessanterweise scheint die Wirkung von Flohsamen nicht auf kurze Zeit begrenzt zu sein, sondern über mehrere Stunden anzuhalten. Davon zeugt auch eine placebokontrollierte Studie, bei denen Probanden 7 g Flohsamen, gelöst in 480 ml Flüssigkeit, vor dem Frühstück einnahmen und nochmals zum Abendessen. Die Forscher stellten fest, dass der Blutzuckeranstieg nach der Mahlzeit beim Frühstück um 14 % und beim Abendessen um 20 % gesenkt wurde und auch die Insulinwerte zeigten sich herabgesetzt. Einen noch höheren Wert, der bei 31 % lag, konnte erreicht werden, wenn 5 Stunden nach der morgendlichen Einnahme eine weitere Speise verzehrt wurde. Daraus kann abgeleitet werden, dass von den Flohsamen eine allmähliche Wirkungsweise ausgeht.26)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1852093

In einer weiteren Untersuchung an Diabetes Typ 2 Patienten, nahmen Probanden täglich 5 g Flohsamen oder ein Placebo über 8 Wochen hinweg ein. Dabei zeigte sich der Blutzuckerspiegel im Durchschnitt um 11 % niedriger als in der Vergleichsgruppe. Auch der Blutzuckerwert im Anschluss an eine Mahlzeit fiel in der Flohsamengruppe um 19 % niedriger als.27)https://academic.oup.com/ajcn/article/70/4/466/4729069

Übergewicht & Abnehmen

Auch zur Gewichtsreduzierung werden Flohsamen empfohlen, denn aufgrund ihres hohen Quellvermögens stellt sich ein schnelleres Sättigungsgefühl ein. Auch Heißhungerattacken soll damit entgegengewirkt werden. Zudem halten die Ballaststoffe lange satt und liefern nur wenige Kalorien. Obendrein scheinen Flohsamen tatsächlich die Verdauungstätigkeit anzuregen und so einen regelmäßigen Stuhlgang sicherzustellen. Auch Studien liefern interessante Hinweise zu der Fragestellung, ob Flohsamen eingenommen werden sollten, um eine Diät sinnvoll zu unterstützen.

Appetitzügelnde Wirkung

Im Rahmen einer Studie wurde untersucht, wie sich die Ballaststoffe aus der Flohsamenpflanze auf die körpereigenen Botenstoffe und Blutwerte auswirken. Dabei stellte sich heraus, dass mithilfe von Mahlzeiten, versetzt mit Flohsamen, die Blutzucker-, Insulin-, und Ghrelinwerte sich weniger stark beeinflusst zeigten, als ohne die natürliche Ergänzung. Bei Ghrelin handelt es sich um einen Botenstoff, der sich hungerverstärkend auswirkt. Zudem konnte festgestellt werden, dass Flohsamen gemeinsam mit einer eiweißreichen Ernährung die Ausschüttung des Botenstoffs PYY verlängert, welches appetithemmend wirkt.28)https://academic.oup.com/jn/article/140/4/737/4743278

Ein klein angelegter Versuch, der doppelblind und placebokontrolliert erfolgte, kam zu dem Ergebnis, dass Flohsamenschalen, gemeinsam eingenommen mit einer Mahlzeit, den Appetit der Probanden um 30 % und die Nahrungsaufnahme um 17 % senkte. Die Autoren führten dies auf die verlangsamte Absorption von Nährstoffen im Darmtrakt zurück.29)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9578335

Gewichtsreduzierung durch Flohsamenschalen

Wie effektiv sich Flohsamen auf den Abnehmprozess auswirken können, bleibt umstritten. Auch Studien konnten die Fragestellung nicht eindeutig beantworten.

In der Literatur wird eine doppelblind placebokontrollierte Studie erwähnt, die über einen Forschungszeitraum von 3 Monaten durchgeführt wurde. Zu den Probanden zählten übergewichtige und fettleibige Menschen, die im Rahmen der Untersuchung in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden. Die Studienteilnehmer erhielten entweder ein Placebo, Flohsamen in Kombination mit einer normalen Ernährung, eine ausschließlich gesunde Ernährung und eine gesunde Ernährung gemeinsam mit Flohsamen. Die Probanden nahmen dreimal täglich 12 g Flohsamen mit 250 ml Wasser vor den Speisen ein.

Eine Gewichtsabnahme konnte nur bei denjenigen Teilnehmern beobachtet werden, die sich ausschließlich gesund ernährten oder gesund ernährten und Flohsamen dazu einnahmen. Eine Senkung des Körperfettes konnte sowohl mit normaler als auch mit gesunder Ernährung beobachtet werden, wenn Flohsamen ergänzend verzehrt wurden. Letzteres Versuchsmodell brachte allerdings die besten Ergebnisse hervor. Nach dem Studienzeitraum von 2 Wochen konnten eine Gewichtsreduktion von ca. 2 kg und ein Körperfettabbau von ungefähr 2 % festgestellt werden.30)https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/effect-of-a-fibre-supplement-compared-to-a-healthy-diet-on-body-composition-lipids-glucose-insulin-and-other-metabolic-syndrome-risk-factors-in-overweight-and-obese-individuals/DDE90317EE5D477C1E0594B6E2B1AA79

Demgegenüber steht jedoch eine Studie an Diabetikern, die täglich 15 g Flohsamen über 6 Wochen hinweg einnahmen. Die Probanden haben nicht an Gewicht verloren.31)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9747644

Auch ein weiterer Versuch an gesunden Teilnehmern über 6 Wochen hinweg brachten keine Vorteile hinsichtlich der Körperfettreduzierung.32)https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/viscosity-rather-than-quantity-of-dietary-fibre-predicts-cholesterollowering-effect-in-healthy-individuals/66202DC009B026F379CFC5468F77A663

Eine Kombination aus Flohsamen und Guarkernmehl brachte nach 3 Monaten ebenfalls keine positiven Veränderungen hinsichtlich des Körpergewichtes.33)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10497668

In einer weiteren placebokontrollierten Studie konnten die Probanden ihren Body-Mass-Index erst nach einer längeren Einnahmezeit reduzieren und zwar nach 4 Monaten um 0,8 und nach 6 Monaten um 2. Die Einnahme von 3,5 g Flohsamen zeigte sich jedoch nicht effektiver gegenüber einer Standarddiät oder der Einnahme von Guarkernmehl.34)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17729055

Eine placebokontrollierte Doppelblindstudie aus Australien legt den Schluss nahe, dass sich Flohsamen womöglich doch auf das Gewicht auswirken können, allerdings nur in einem geringen Maße. Hier nahmen die übergewichtigen oder fettleibigen Studienteilnehmer vor jeder Mahlzeit 5 g Flohsamen mit 500 ml Wasser ein. Eine Ernährungsumstellung oder eine Erhöhung der sportlichen Aktivität wurden nicht durchgeführt. Nach 6 Monaten konnten die Forscher feststellen, dass sich das Körperfett um 1,9 kg reduziert hatte und nach 12 Monaten um weitere 1,4 kg. Als Vergleich diente eine Placebogruppe.35)https://nutritionandmetabolism.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12986-016-0141-7

Flohsamen und Glucomannan – die optimale Kombination zum Abnehmen?

Wenn der Blutzucker rasch ansteigt, oder fällt, löst das in der Regel ein Hungergefühl aus. Flohsamenschalen könnten dabei helfen, die schwankenden Blutzuckerwerte zu stabilisieren und so Heißhungerattacken entgegenwirken. Besonders empfehlenswert gilt eine Kombination aus Flohsamen und Glucomannan, denn beide Ballaststoffe wirken auf unterschiedliche Weise. Zum einen ist Glucomannan in der Lage, das Hungergefühl durch ein erhöhtes Wasservolumen zu dämpfen, denn so werden hungerreduzierende Botenstoffe ausgeschüttet. Im Gegensatz zu Flohsamen wird Glucomannan von den Darmbakterien abgebaut, wodurch kurzkettige Fettsäuren entstehen, die den Hunger mindern könnten.36)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1789940237)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4193401/

Wirkung auf das Metabolische Syndrom

Das metabolische Syndrom umfasst Phänomene der heutigen Zivilisation, zu denen Übergewicht, Bluthochdruck, hohe Blutzuckerwerte und erhöhte Blutfett- bzw. ein erhöhter Cholesterinspiegel gehören. Patienten mit dem metabolischen Syndrom sind darauf angewiesen, verschiedene Medikamente einzunehmen, um die Beschwerden und die drohenden Folgeerkrankungen zu reduzieren bzw. zu verhindern. Das wiederum ist häufig mit verschiedenen Nebenwirkungen verbunden. Eine Studie aus Australien bekräftigt die These, dass Flohsamen womöglich auch bei dem metabolischen Syndrom hilfreich sein könnten.38)https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1467-789X.2012.01020.x

Flohsamen Darreichungsformen

Flohsamen sind in folgenden Darreichungsformen erhältlich:

  • Flohsamen, geschrottet oder gemahlen
  • Kapseln
  • Tabletten
  • Lutschtabletten
  • Drinks

Besonders populär sind Flohsamen in geschrotteter oder gemahlener Form. Der Schleimstoffanteil ist in den Schalen der Früchte besonders hoch. Trotzdem sollte auf ein fein pulverisiertes Produkt zurückgegriffen werden, um die Darmschleimhaut nicht zu reizen. Neben der herkömmlichen Variante bieten Hersteller auch spezielle Produkte in Form von Kapseln an. Die Wirkungsweise bleibt gleich, sie eignen sich jedoch besser zur Mitnahme auf Reisen, können optimal dosiert werden und sind auch für Verbraucher gedacht, die den Geschmack oder die Konsistenz von Flohsamen nicht mögen. Auch dabei ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit mit der Kapsel einzunehmen. Dann löst sich die Kapsel im Magen gut auf und die Inhaltsstoffe können ihre volle Wirkung im Darm entfalten.

Es gibt auch Flohsamen in Form von Tabletten, die jedoch eher schwer erhältlich sind. Dabei handelt es sich in der Regel um ein Kombipräparat, welches mit Extrakten aus Traubenkernen und Hagebutten verfeinert wurde. Lutschtabletten sind in der Regel mit Geschmacksaromen versetzt. Die Einnahme ist unkompliziert, denn die Präparate lösen sich einfach auf der Zunge auf. Hierbei ist es wichtig, auf die genaue Zusammensetzung zu achten, denn häufig ist Zucker enthalten. Auch hier ist genügend Flüssigkeit wichtig, damit die Flohsamen im Darm aufquellen können.

Übrigens: Für Menschen mit einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt sind Produkte mit fein verarbeitetem Pulver besser geeignet. Dieses gibt es in Form von gemahlenem Pulver oder enthalten in Kapseln und Tabletten.

Dosierung und Einnahme

Bei der Einnahme von Flohsamen müssen Anwender einiges beachten. Das Pulver aus Flohsamenschalen kann täglich auf nüchternem Magen mit einem Abstand von 30 Minuten zur nächsten Mahlzeit eingenommen werden. Dazu wird ein halber oder ganzer Teelöffel mit Flohsamenpulver in ein Glas mit 100 ml Flüssigkeit eingerührt. Am besten eignet sich dafür stilles Mineralwasser. Einige Empfehlungen lauten, dass das Pulver zunächst aufquellen soll, dann fällt es jedoch deutlich schwerer, das eingedickte Pulver zu schlucken. Im Anschluss daran sollten mindestens 1 bis 2 Gläser Wasser getrunken werden, damit im Magen-Darm-Trakt genug Flüssigkeit zur Entfaltung der Inhaltsstoffe vorhanden ist. Dieses Vorgehen verhindert auch mögliche Nebenwirkungen.

Viele Patienten müssen morgens bereits Medikamente einnehmen. Dann empfiehlt es sich, die Flohsamen mittags zu trinken. Auch dabei sollte ein Abstand von 30-60 Minuten zu der nächsten Mahlzeit eingehalten werden. Die letzte Nahrungsaufnahme sollte zudem mindestens 2 Stunden zurückliegen.

Es spricht auch nichts dagegen, Flohsamen am Abend zu verzehren, wenn genügend Abstand zu der letzten Mahlzeit besteht. Um die Nachtruhe nicht zu stören, sollte die letzte Einnahme spätestens um 20:00 Uhr stattfinden.

Übrigens: Flohsamen ergänzen in der Regel auch eine Darmreinigungskur, die sich aus Mineralerde und einem Probiotikum zusammensetzt.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Nicht für alle Menschen ist die Einnahme von Flohsamen empfehlenswert. Bei Verstopfung empfiehlt es sich, grundsätzlich abzuklären, ob eine körperliche Ursache zugrunde liegt. Bei einem Verdacht auf einen Darmverschluss sollte auf Flohsamen verzichtet werden. Gleiches gilt für Menschen, die aufgrund einer Nierenfunktionsstörung oder Herzerkrankung keine großen Mengen trinken dürfen. Auch bei Schluckbeschwerden und Verengungen der Speiseröhre, des Magens oder des Darms sollte keine Einnahme erfolgen. Medikamente, die sich hemmend auf die Darmtätigkeit auswirken, vertragen sich ebenfalls nicht mit der Einnahme von Flohsamen. Nicht zuletzt sollten Patienten mit einem schwer zu stabilisierenden Blutzucker, die obendrein noch auf blutverdünnende Medikamente (Phenprocoumon) angewiesen sind, Abstand von einer Einnahme nehmen. Wenn sich Anwender unsicher sind, ob sich der individuelle Gesundheitszustand und die einzunehmenden Medikamente mit den Flohsamen vertragen, kann ein Mediziner zurate gezogen werden.

Da die Anwendung bei sehr kleinen Kinder nicht genügend erforscht ist, sollten die Flohsamen erst ab einem Alter von 6 Jahren gegeben werden.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Flohsamenschalen können dazu führen, dass die Resorption von Medikamenten aus dem Darm gehemmt wird. Daher sollten Anwender immer 1 Stunde Abstand zwischen der Einnahme von Medikamenten und Flohsamen einhalten. Ein Apotheker oder der behandelnde Arzt kann genaue Informationen zu den möglichen Wechselwirkungen geben.

Nebenwirkungen von Flohsamen

Flohsamen gelten als gut verträglich, können jedoch zu vorübergehenden Beschwerden im Magen-Darm-Trakt führen. Dazu gehören Blähungen und Krämpfe. In seltenen Fällen reagieren Anwender auf die Einnahme allergisch. Das kann sich in Form von Schnupfen, Bronchialkrämpfen, Bindehautentzündungen oder Hauterscheinungen äußern. Flohsamen sollten grundsätzlich nicht im Liegen eingenommen werden und nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen.

Flohsamen kaufen

Interessierte können Flohsamen in Drogeriemärkten, Reformhäusern, Apotheken oder Onlineshops kaufen. Dabei sollte stets darauf geachtet werden, dass die Flohsamen aus einem biologischen Anbau stammen. In der Regel kommen Flohsamen aus Indien oder Pakistan, wo Umweltbelastungen auch die Qualität von landschaftlichen Erzeugnissen beeinträchtigen können.

Daher ist es sinnvoll, auf Produkte mit dem entsprechenden Bio Siegel zurückzugreifen. Das gilt im Übrigen nicht nur für geschrottete oder gemahlene Flohsamenschalen, sondern auch für Präparate wie Kapseln und Tabletten. Mit der Wahl eines Bio Produktes kann die körpereigene Schadstoffbelastung begrenzt werden. Bei dem Kauf von Flohsamen sollten Anwender zudem auf eine gute Qualität setzen, neben den Herstellungsbedingungen gibt darüber auch der Reinheitsgrad Auskunft.

Im besten Fall beziehen Interessierte indische Flohsamen mit einem Reinheitsgrad von 95-99 %. Besonders empfehlenswert ist es, ein Produkt beim Händler des Vertrauens zu beziehen. Dabei können sich Anwender darauf verlassen, dass die Qualität stimmt und dass keine unnötigen Zusatzstoffe beigemengt wurden.

Quellen   [ + ]

1.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24005363
2.https://academic.oup.com/jn/article/132/9/2638/4687853
3.https://www.researchgate.net/profile/Anwar-ul_Gilani/publication/47809814_Pharmacological_Basis_for_the_Medicinal_Use_of_Psyllium_Husk_Ispaghula_in_Constipation_and_Diarrhea/links/5556aa8b08ae980ca60c96eb.pdf/download?version=vs
4.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22677568
5.https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1046/j.1365-2036.1998.00336.x
6.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8824651
7.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26347971
8.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4296893/
9.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26325116
10.http://www.bmj.com/content/339/bmj.b3154
11.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7876920
12, 15.https://www.nature.com/articles/ejcn200849
13.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8031684
14.https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/effects-of-psyllium-on-ldlcholesterol-concentrations-in-brazilian-children-and-adolescents-a-randomised-placebocontrolled-parallel-clinical-trial/5D0DFA99D9C9914DC40E2320AC372AB2
16, 20, 31.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9747644
17.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2533348/
18.https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/486567
19.https://www.nature.com/articles/ejcn200960
21.https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/acute-effects-of-psyllium-on-postprandial-lipaemia-and-thermogenesis-in-overweight-and-obese-men/604B0053D16C658533477FBF639A635F
22.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10805831
23.https://www.nature.com/articles/1601398
24.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16154305
25.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9650328
26.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1852093
27.https://academic.oup.com/ajcn/article/70/4/466/4729069
28.https://academic.oup.com/jn/article/140/4/737/4743278
29.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9578335
30.https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/effect-of-a-fibre-supplement-compared-to-a-healthy-diet-on-body-composition-lipids-glucose-insulin-and-other-metabolic-syndrome-risk-factors-in-overweight-and-obese-individuals/DDE90317EE5D477C1E0594B6E2B1AA79
32.https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/viscosity-rather-than-quantity-of-dietary-fibre-predicts-cholesterollowering-effect-in-healthy-individuals/66202DC009B026F379CFC5468F77A663
33.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10497668
34.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17729055
35.https://nutritionandmetabolism.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12986-016-0141-7
36.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17899402
37.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4193401/
38.https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1467-789X.2012.01020.x